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22.09.2014

09:07 Uhr

Kampf gegen Ebola

Von der Leyen sucht Freiwillige aus Bundeswehr

Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Afrika setzt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zusätzlich zu der geplanten Luftbrücke mit dem Deutschen Roten Kreuz auf einen freiwilligen Einsatz der Bundeswehr-Soldaten.

Verteidigungsministerin Von der Leyen: Im Kampf gegen die Ebola-Seuche in Westafrika. ap

Verteidigungsministerin Von der Leyen: Im Kampf gegen die Ebola-Seuche in Westafrika.

BerlinVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen wirbt für den Kampf gegen die Ebola-Seuche in Westafrika um Freiwillige aus der Bundeswehr. Neben einer Luftbrücke mit dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk werde ein mobiles Krankenhaus mit etwa 300 Betten aufgebaut, sagte die CDU-Politikerin am Montag in der ARD. Wichtig sei, dass etwa Ärzte und Pfleger eine Ausbildung für den Einsatz erhielten und im Notfall nach Deutschland zurückgebracht und behandelt werden könnten. Eine entsprechende Umrüstung von Flugzeugen und Hubschraubern werde etwa vier Wochen dauern, sagte von der Leyen.

Diese Zeit werde auch benötigt, um das Personal vorzubereiten und das Krankenhaus aufzubauen. „Denn dies ist eine so extreme Situation, dass einerseits man vor Ort handeln können muss. Andererseits muss das Personal, das dort runtergeschickt wird, auch geschützt sein.“ Man brauche nicht nur eine medizinische Versorgung, sondern auch Hilfsgüter.

Das ist das Ebola-Virus

Das Virus

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes Fieber aus.

Die Gefahr

Je nach Erregerstamm sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine Impfung noch ein Heilmittel.

Der Übertragungsweg

Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

Die Krankheit

Die Inkubationszeit beträgt zwei Tage bis drei Wochen. Plötzlich setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, es können schwere innere Blutungen auftreten.

Die Gefahrenzone

Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal tauchte es 1976 im Sudan und im Kongo nahe des Ebola-Flusses auf. Ihm verdankt die Krankheit auch ihren Namen.

Von der Viruserkrankung sind neben Liberia auch Sierra Leone und Guinea besonders betroffen. Seit März sind mehr als 5000 Fälle registriert worden. Etwa die Hälfte der Infizierten starb. Inzwischen wollen immer mehr Länder die afrikanischen Staaten beim Kampf gegen Ebola unterstützen. So hatten die USA angekündigt, 3000 Soldaten in die Region zu entsenden. Das Thema soll in dieser Woche auch in der UN-Vollversammlung in New York zur Sprache kommen.

Von

rtr

Kommentare (10)

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Herr Woifi Fischer

22.09.2014, 09:51 Uhr

Von der Leyen sucht Freiwillige aus Bundeswehr!
Warum geht Sie nicht mit gutem Beispiel voran?
Ist in ihrer Familie niemand bereit, für Sie nach Afrika zu gehen, um die Seuche EBOLA, die in einem US-Labor entstanden ist, den dortigen Menschen zu helfen?

Nein Sie macht es sich einfach, jetzt sollen freiwillige Bundeswehrangehörige dort helfen?

Frau Margrit Steer

22.09.2014, 13:16 Uhr

Welches Lan leister denn da noch so große Hilfe?
Oder prescht da nur mal wieder Deutschland vor?
Auch dass wir so viele hierhr holen in unsere Krankenhäuser.
Wo it da die USA?
Aber klar, Deutschland ist ja der Retter der gesamten Welt

Herr mike bagaew

22.09.2014, 13:33 Uhr

kann man sich auch als "NORMALBÜRGER" freiwillig melden?

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