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01.02.2017

12:35 Uhr

Kampf gegen Fake News

Bitkom warnt vor Gesetzen für Soziale Netzwerke

VonDana Heide

Der Bitkom hält nicht viel von den politischen Vorschlägen im Kampf gegen Fake News. Mit einer Studie will der IT-Verband belegen, dass die Bedeutung der Sozialen Netzwerke bei der Meinungsbildung überschätzt wird.

Was ist wahr und was ist falsch? AP

Facebook-Gemälde

Was ist wahr und was ist falsch?

BerlinLügen über Flüchtlinge, Politiker, Ausländer – um sogenannte Fake News, bewusst verbreitete Falschmeldungen, ist spätestens seit dem Wahlkampf in den USA eine große Debatte auch in Deutschland ausgebrochen. Der IT-Verband Bitkom wollte herausfinden, wie groß das Problem hierzulande ist und hat 1009 Deutsche telefonisch dazu befragen lassen.

Das Ergebnis: 68 Prozent der Befragten sind in den vergangenen zwölf Monaten schon einmal Falschnachrichten aufgefallen, 20 Prozent gaben sogar an, dass ihnen häufig Fake News aufgefallen seien. Die häufigsten Themen: Flüchtlinge, Präsidentschaftswahl in den USA, Politikerinnen und Politik in Deutschland und Europa.

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Die gezielte Verbreitung von Unwahrheiten als Mittel im Wahlkampf ist grundsätzlich nicht neu. Doch die Parteien fürchten im Wahlkampf maschinelle Stimmungsmache. Tatenlos hinnehmen wollen sie Fake News nicht.

74 Prozent der Befragten glauben, dass Falschmeldungen im kommenden Bundestagwahlkampf eine wichtige Rolle spielen werden. Diese Ergebnisse zeigten, dass die Sorge der Politik „absolut verständlich“ sei, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder am Mittwoch bei der Vorstellung der Umfrage. So könne man sich das „affektive und hektische Verhalten der Politik erklären“.

Rohleder nutzte den Termin für eine Kritik und Warnung an die Politik, die derzeit händeringend nach einer Lösung sucht, wie sie mit dem Problem der Fake News umgehen soll – und dabei auch über neue Regeln für die Betreiber Sozialer Netzwerke wie Facebook nachdenkt. Die Union etwa will Unternehmen wie Facebook dazu verpflichten, ihre Nutzer zu informieren, wenn diese einer Falschmeldung erlegen sind. Zudem sollen sie dazu verpflichtet werden, rechtswidrige Inhalte binnen 24 Stunden zu löschen.

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