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13.12.2014

15:28 Uhr

Kampf gegen Terror

Deutsche Soldaten in die Anti-IS-Kommandozentralen

Zum geplanten Einsatz deutscher Soldaten im Anti-Terror-Kampf sind neue Details bekannt geworden: Die Bundesregierung will Stabsoffiziere in die Befehlszentralen der internationalen Koalition entsenden.

Einweisung eines kurdischen Peschmerga-Kämpfers in die Handhabung des G3-Sturmgewehrs dpa

Einweisung eines kurdischen Peschmerga-Kämpfers in die Handhabung des G3-Sturmgewehrs

Hamburg Beim geplanten neuen Auslandseinsatz der Bundeswehr im Irak sollen deutsche Soldaten auch in die Kommandozentralen der internationalen Koalition gegen den "Islamischen Staat" (IS) entsandt werden. Stabsoffiziere sollten auch in den Befehlszentralen in Kuwait und in der irakischen Hauptstadt Bagdad stationiert werden, zitierte "Spiegel Online" am Samstag aus dem Mandatsentwurf für die Mission.

Die Bundesregierung will im kommenden Jahr rund 100 deutsche Soldaten zur Ausbildung kurdischer Kämpfer gegen die Dschihadistengruppe IS in den Nordirak entsenden. Für den Einsatz soll ein Mandat des Bundestags eingeholt werden. Die geplante Mission soll im Rahmen der internationalen Allianz gegen den IS koordiniert werden. Ein Kampfeinsatz der Bundeswehrsoldaten ist nicht vorgesehen.

Ob die deutschen Soldaten dennoch bewaffnet entsandt werden, hatte das Verteidigungsministerium zunächst offen gelassen. Laut "Spiegel Online" werden die "robust bewaffneten" Soldaten militärische Gewalt zur Eigensicherung und zum Schutz von eigenem Personal und Material von Partnernationen ausüben dürfen.

Deutschland unterstützt seit Sommer die kurdischen Peschmerga-Verbände im Nordirak bei ihrem Kampf gegen den IS. Die Extremisten kontrollieren weite Teile des Irak und des benachbarten Syrien und begehen dort Gräueltaten an der Zivilbevölkerung. Zur Unterstützung der Peschmerga lieferte die Bundeswehr unter anderem bereits Waffen und weitere militärische Ausrüstung. Dort wiesen auch Bundeswehrangehörige die Peschmerga in die Benutzung ein.

Von

afp

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