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13.08.2012

12:36 Uhr

Kandidaten-Debatte

Kanzler-Frage spaltet die SPD

Die SPD verstrickt sich in eine Debatte, die sie eigentlich vermeiden wollte. Erst Anfang nächsten Jahres sollte der Herausforderer von Kanzlerin Merkel gekürt werden. Doch inzwischen scheint der Zeitplan obsolet.

Die möglichen Kandidaten, die noch nicht drüber reden wollen: SPD-Chef Sigmar Gabriel (l), der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, und der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier (r). dpa

Die möglichen Kandidaten, die noch nicht drüber reden wollen: SPD-Chef Sigmar Gabriel (l), der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, und der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier (r).

BerlinDie Diskussion um den SPD-Kanzlerkandidaten ist nach dem Vorstoß des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) wieder neu entfacht. Albig hatte sich in einem Sonntagsinterview für Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen. Wie zuvor bereits der Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels widersprach nun der Chef der baden-württembergischen SPD, Nils Schmid: „Ich denke, dass neben Steinmeier Peer Steinbrück ein sehr guter Kanzlerkandidat ist. Der Ex-Finanzminister genießt in der Bevölkerung hohes Vertrauen und ist sehr beliebt.“

Neben Steinmeier und Steinbrück ist Parteichef Sigmar Gabriel der dritte Anwärter auf die SPD-Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl im Herbst 2013. Die SPD wollte den Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aber erst Anfang kommenden Jahres bestimmen.

Führende Sozialdemokraten sind deshalb besorgt über die frühe Diskussion. Der stellvertretende Bundestagsfraktionschef Joachim Poß nannte Albigs Vorpreschen „nicht hilfreich“. „Die Partei muss die Kraft haben, den selbst genannten Zeitpunkt für die Entscheidung über die Frage des Kanzlerkandidaten durchzuhalten“, mahnte Poß in der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Der Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, wandte sich gegen eine mögliche Urwahl des SPD-Kanzlerkandidaten, wie diese von Gabriel favorisiert worden war. „Ein Mitgliederentscheid macht nur bei mehreren Bewerbern Sinn, womit ich nicht rechne“, sagte Stegner Handelsblatt Online.

SPD gibt Kanzlerkandidat erst 2013 bekannt

Video: SPD gibt Kanzlerkandidat erst 2013 bekannt

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Kommentare (44)

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13.08.2012, 03:18 Uhr

Selten so gelacht!

Die drei von der Gestankstelle!

Eine ungeheuer wichtige Debatte:

Wer darf den loser machen bei der nächsten Bundetagswahl?

Wer hat absurdere Ideen zur Eurokrise?

Die Nation hält den Atem an.

Die Neigung dieser Leute zur Selbstpersiflage scheint unüberwindbar.

Und dabei fängt der Karneval doch erst am 11.11. an.

Wolle mer se reilasse?

Account gelöscht!

13.08.2012, 03:44 Uhr

Jeder der drei ist machtgeil ... und anscheinend hat jeder sein Gehirn ausgeschaltet, denn nach Adam Riese hat keiner eine Chance, Kanzler zu werden. Und so kommen fast täglich immer absurdere Vorschläge im Sommerloch wie Schuldenunion, Eurobonds etc.! Der deutsche Michel mag zwar schlafen, aber eine Partei, die solchen Unsinn propagiert, die wählt er nicht!
Die SPD soll doch eine Volksabstimmung vorschlagen mit der einen Frage, die klar mit JA oder NEIN beantwortet werden kann: Soll Deutschland den Pleiteländern die Schulden bezahlen?

KFR

13.08.2012, 04:08 Uhr

was soll das wieder ?
alles offenbar zu recht "abgewählte" und inkompetente Restposten ?
ist die SPD wirklich so am ENDE ?

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