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01.10.2012

14:46 Uhr

Kandidatencheck

Wo Steinbrück zuschlägt

Peer Steinbrück ist ein Mann der klaren Worte. Sein Programm für die SPD-Kanzlerkandidatur ist zwar noch nicht geschrieben - aber für Steuerzahler, Anleger, Banker und Unternehmer hat er bereits einiges im Köcher.

Peer Steinbrück, der Kanzlerkandidat der SPD für 2013.

Peer Steinbrück, der Kanzlerkandidat der SPD für 2013.

DüsseldorfAm Ende glich die Kandidatenkür dann doch eher einer Notgeburt als einer sorgfältig orchestrierten Inthronisierung. Daher muss Peer Steinbrück, der Kandidat der SPD gegen Kanzlerin Angela Merkel, improvisieren: keine Sekretärin, kein Wahlkampfteam, kein fertiges Programm. Die Inhalte seines Wahlkampfes muss der Ex-Finanzminister mit seiner Partei zusammen festlegen, die Richtlinienkompetenz reklamiert er für sich: „Das Programm muss zu dem Kandidaten passen und umgekehrt der Kandidat zum Programm."

Griffig wie so oft forderte der 65-jährige Alpha-Politiker am Wochenende beim Parteitag der NRW-SPD "Beinfreiheit" ein. Zwar versucht Steinbrück, die sehr skeptische Parteilinke in Sicherheit zu wiegen: "Na ja, ihr müsst keine Befürchtungen haben: Meine Beinfreiheit ist ungefähr 1,80, mehr nicht." Aber darauf wird niemand hereinfallen.

Am Montag stimmte nun auch der 35-köpfige Parteivorstand einstimmig für die Kandidatur des nordrhein-westfälischen Hanseaten - und in der Pressekonferenz danach legt Steinbrück gleich los. Zwar befinde er sich noch nicht im Wahlkampfmodus, noch müsse keiner befürchten, „dass ich das jetzt gleich krallig hochfahre“. Aber mit dem „anständigen Votum“ des Parteivorstandes im Rücken könne er jetzt die Basis für einen erfolgreichen Wahlkampf legen, sagt der Kandidat. Diese Aufgabe habe er nicht halbherzig, nicht hochmütig, aber selbstbewusst übernommen. „Können Sie sich einen Kandidaten vorstellen, der nicht die Macht haben kann?“, fragte er nur rhetorisch.

Steinbrück zählt fünf Gründe auf, warum er sich für die Kanzlerkandidatur entschlossen habe – und macht damit klar, auf welchen Feldern er die Bundesregierung angreifen will. Das Kabinett von Angela Merkel sei handwerklich das schlechteste „seit 1949“, es betreibe Etikettenschwindel, habe die Ursachen der Eurokrise nicht verstanden – und sei bis hinauf zur Kanzlerin von einer gefährlichen Prinzipienlosigkeit geprägt.

Steinbrücks Fazit klingt ungewohnt wolkig. „Ich möchte in diesem Wahlkampf eine Geschichte erzählen,  wo wir mit dieser Gesellschaft bis Ende dieses Jahrzehnts hin wollen: Zu einer friedfertigen Gesellschaft." Aber den Begriff Friedfertigkeit will der Kandidat im Wahlkampf ganz konkret definieren - und auf alle Politikbereiche herunterbrechen, von der Finanzmarktregulierung bis zur Familienpolitik.

Peer Steinbrück: Ein großes Ego mit scharfen Kanten

Peer Steinbrück

Ein großes Ego mit scharfen Kanten

Der SPD-Politiker will es bei der nächsten Wahl bis ins Kanzleramt schaffen.

Tatsächlich hat der kantige Politiker gerade in der derzeit so brisanten Wirtschafts- und Finanzpolitik klare Vorstellungen, die er sich nicht verwässern lassen wird. Handelsblatt Online hat nachgeschaut, was der Kandidat in den wichtigsten ökonomischen Themenfeldern vor hat - und was das für Banker, Unternehmer, Rentner, Steuerzahler, Familien, Sparer und Anleger bedeuten könnte.

Kommentare (68)

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neindanke

01.10.2012, 14:51 Uhr

SPD ist und bleibt eine neidgesteuerte, die Bevölkerung entzweiende Enteignungsparteil. Schlimmer als die CDU. Und das will schon was bedeuten.

Brasil

01.10.2012, 14:52 Uhr

Die Bilderberg Maffia funktioniert excellent! Wie hier, wird dieser naechste Bilderberger bald ueberall gepusht bei den Mainstream Medien! Wieso sich noch intellige Menschen nicht alle aus Europa verabschieden ist mir ein Raetsel!

emsch

01.10.2012, 14:57 Uhr

Das "Grossmaul" macht Deutschland noch ganz fertig!!

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