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06.10.2011

17:35 Uhr

Kannegiesser

„IG Metall gefährdet Tarifautonomie“

ExklusivGesamtmetall-Präsident Kannegiesser greift die IG Metall an. Diese gefährde die gemeinsame Tarifpolitik.

Martin Kannegiesser, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall. dapd

Martin Kannegiesser, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall.

BerlinGesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser hat der IG Metall vor ihrem Gewerkschaftstag vorgeworfen, durch neue Strategien der Mitgliederwerbung die Grundlagen der gemeinsamen Tarifpolitik zu gefährden. "Mobilisierung zwecks Mitgliederwerbung ist zur alles überwuchernden Motivation geworden", sagte Kannegiesser dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). "Solche Einseitigkeit ist für die Tarifautonomie und die Anerkennung von Lösungskompetenz gefährlich."

"Gewerkschafter, die ständig so tun, als würde hier mit einem Arbeitsprekariat produziert, sollten sich auch einmal kritisch prüfen: Sie schaden unserer Industrie", sagte der oberste Arbeitgebervertreter der Metall- und Elektroindustrie. Tatsächlich zeichne sich die deutsche Industrie unter anderem dadurch aus, dass sie "die höchsten Löhne der Welt" zahle. Dies sei das Ergebnis einer erfolgreichen Tarifpolitik, "die gute Arbeitsbedingungen und hohe Flexibilität für die Betriebe ermöglicht", sagte er. Diese Verdienste, an denen auch die IG Metall ihren Anteil habe, dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Besonders "irritiert" zeigte sich Kannegiesser dabei über den jüngsten "Jugend-Aktionstag", mit dem die Gewerkschaft junge Metaller zu einer Großkundgebung für bessere Berufsperspektiven mobilisiert hatte. Dieser "Stil der öffentlichen Auseinandersetzung" stehe völlig im Gegensatz zur erfolgreichen Strategie der Tarifparteien bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise, warnte er.

Die IG Metall hatte kürzlich angekündigt, dass sie das Jahr 2011 zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten mit einem Mitgliederzuwachs abschließen werde. Sie führt dies unter anderem auf eine stärkere Basisorientierung ihrer Arbeit zurück. Ende 2010 hatte die größte deutsche Gewerkschaft 2,24 Millionen Mitglieder gehabt.

Von

dc

Kommentare (4)

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Malocher

06.10.2011, 19:50 Uhr

Aber Herr Kannegieser vor diesem Club brauchen sie KEINE ANGST mehr zu haben. Sommer will den EURO Retten und seine Mitglieder merken nicht das sie Verraten werden und Zahlen auch noch Monatlich dafür verars..t zu werden.
Ein Geminsamer Vorschlag müsste eigentlich LAUTEN 30 % mehr Lohn und Steuerfreiheit das hilft vileicht den Toten zu REANIMIEREN

IGM

06.10.2011, 21:13 Uhr

Pfui Teufel ihr Gewerkschaftfunktionäre

wan bitte führt ihr endlich das Volk zur Demo gegen die Bankster und den Euro? In den USA schreiten die Gewerkschaften voran bei den Demos gegen die Bankster. Aber unsere Gewerkschaftsbonzen sind dekadent und fett.

aktiverdemokrat

07.10.2011, 13:36 Uhr

Liebe IGM,
glauben Sie wirklich daran, dass ein Gewerkschaftsfunktionär jemals aus dem Bett der Politiker und Wirtschaftsbosse klettern wird, um die Arbeitnehmer zu retten? Sommer und Bsirske nehmen jeder mal so 500.000, 00 € mit, wovon die das Geld bekommen brauche ich Ihnen nicht zu schreiben.

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