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30.03.2011

14:30 Uhr

Kanzler-Airbus

Ein neuer Adenauer für Merkel

Eine neue "Airforce One" für die Kanzlerin: Der Merkel-Airbus, luxuriös ausgestattet von Lufthansa Technik AG, bekommt sogar ein Raketenabwehrsystem.

Das neue Flaggschiff der deutschen Flugbereitschaft. Quelle: dpa

Das neue Flaggschiff der deutschen Flugbereitschaft.

HamburgDie Lufthansa Technik AG hat am Mittwoch einen neuen Regierungsjet für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgeliefert. Der Airbus A 340 in sogenannter VIP-Konfiguration ist mit einer Reichweite von 13.500 Kilometern das neue Flaggschiff der Flugbereitschaft. Das neue Flugzeug "setzt neue Maßstäbe für den Reisekomfort auch großer Delegationen auf Langstreckenflügen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Technik AG, August Wilhelm Henningsen. Der vierstrahlige Jet wurde wie das Vorgängermodell A 310 auf den Namen "Konrad Adenauer" getauft.

In dem Großraumflugzeug ist normalerweise Platz für bis zu 300 Passagiere, in der Spezialanfertigung für die Bundesregierung sind es deutlich weniger. Neben einem Konferenzbereich und einem Privatbereich gibt es nach Angaben von Lufthansa Technik einen Delegationsbereich mit 116 Sitzen. Insgesamt bietet der Jet, der sich in eine fliegende Intensivstation umbauen lässt, Platz für bis zu 143 Passagiere. Zur besonderen militärischen Zusatzausstattung zählen nach Angaben der Luftwaffe unter anderem gesicherte Kommunikationseinrichtungen via Satellit. Später soll ein Selbstschutzsystem zur Abwehr von Lenkflugkörpern folgen.

Die Innenausstattung des des neuen Airbus für die Kanzlerin. Quelle: dapd

Die Innenausstattung des des neuen Airbus für die Kanzlerin.

Eine zweite Maschine des gleichen Typs soll im Juni ausgeliefert werden. Bei den Maschinen handelt es sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums um gebrauchte und grundüberholte Flugzeuge aus dem Bestand der Lufthansa. Die beiden Flieger sollen vorwiegend im politisch-parlamentarischen Betrieb eingesetzt werden. Seit Ende vergangenen Jahres wird der neue A340-300 bereits von der Bundeswehr getestet.

Das Flugzeug ist Teil der Flottenmodernisierung, die mit der Übergabe des Mittelstreckenflugzeugs Airbus A319 im März vergangenen Jahres begann. Bisher nutzten die Bundeskanzlerin und ihre Kabinettsmitglieder alte Airbus-Modelle sowie Flieger vom Typ Challenger des kanadischen Herstellers Bombardier, bei denen es immer wieder technische Probleme gab.

Von

dapd

Kommentare (6)

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NochEiner

30.03.2011, 17:01 Uhr

Was wir uns alles leisten können ...

hackbraten

30.03.2011, 17:54 Uhr

@ NochEiner:
War ja klar, dass hier wieder einer wegen Kosten rumnörgelt. Ich finde es sehr angebracht, dass hohe Vertreter einer der führenden Wirtschaftsnationen der Welt auch mit angemessenen Transportmitteln ausgestattet sind. Alles andere wäre nur peinlich.

Hartmann

30.03.2011, 18:42 Uhr

Angesichts der Ergebnisse des Regierungshandelns der zukünftigen Hauptpassagierin der neuen "Adenauer" wäre ich sehr dafür, dass man die Raketenabwehrsysteme wieder ausbaut.

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