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18.11.2011

20:07 Uhr

Kanzlerin Merkel

ARD und ZDF sollten Text im Netz reduzieren

Angela Merkel empfiehlt den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, sich im Internet auf Video und Audio zu konzentrieren - Texte sollten reduziert werden. Das komme auch den Nutzern entgegen, so die Bundeskanzlerin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfiehlt den Öffentlich-Rechtlichen, im Internet mehr auf Multimedia-Angebote zu setzen. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfiehlt den Öffentlich-Rechtlichen, im Internet mehr auf Multimedia-Angebote zu setzen.

BerlinMehr Multimedia, weniger Text - das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Internet-Auftritte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten angeregt. Diese sollten sich in ihren „Tele-Medienangeboten und Smartphone-Applikationen auf Bewegtbilder und Audiostreams konzentrieren und die Texte reduzieren“, sagte Merkel am Freitag bei den Zeitschriftentagen des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin. Auch die Nutzer seien wohl vorrangig daran interessiert, Bewegtbilder zu sehen, sagte Merkel.

Forderungen des VDZ nach einer Änderung des Kartellrechts kam Merkel zudem entgegen. Es sei richtig, dass das derzeitige Kartellrecht im Zusammenhang mit Pressefusionen keine Rücksicht auf die internationalen Verflechtungen nehme. Die Bundeskanzlerin sagte den Verlegern zu, „die sogenannte Aufgreifschwelle für Fusionen zwischen Verlagen soll erhöht werden“. Dadurch erweiterten sich die wirtschaftlichen Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten der Verlage.

VDZ-Präsident Hubert Burda hatte zuvor ein „zeitgemäßes Kartellrecht“ gefordert, dass „der neuen Medienrealität gerecht wird“. Die derzeitigen Regeln könnten nicht verhindern, dass im digitalen Bereich Monopole entstünden, kritisierte Burda.

Merkel sprach sich in ihrer Rede vor den Zeitschriftenverlegern für den Erhalt des Presse-Grosso-Systems in Deutschland aus. „Wir sind uns mit dem Verlegerverbänden und dem Bundesverband Presse-Grosso einig, das Grosso-System muss erhalten bleiben“, sagte Merkel. Falls gerichtliche Auseinandersetzungen dazu führten, dass das Grosso-System gefährdet wäre, „werden wir die entsprechenden Handlungen vornehmen“.

Der Bundesgerichtshof hatte im Oktober entschieden, dass ein Verlag die Belieferung eines Presse-Großhändlers mit Zeitungen und Zeitschriften kündigen kann.

Von

dapd

Kommentare (11)

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Hans

18.11.2011, 20:38 Uhr

Gute Idee !
Die Menschen sind des Lesens sowieso nicht mehr 100%ig mächtig, daher wäre es höchste Zeit, dass sie nur mehr mit Bildern und mit Politfunk berieselt werden !
Weit haben wir es gebracht in einer modernen Gesellschaft- Hauptsache die politische Meinung kommt bei den Menschen an - - Eigene Gedanken sind nicht erwünscht - George Orwell LEBT !!!

alecks

18.11.2011, 20:41 Uhr

War der Druck auf Merkel endlich groß genug? Wohl ja. Warum nicht gleich Staatsvertrag ändern und darin endlich diesen unnötigen Staatsfunk und Fernsehen abschaffen. Die junge Generation ist eh meilenweit davon entfernt und nicht mehr bereit für Musikantenstadel und zig Hörfunkprogramme zu zahlen. Und Panorama & andere Politmagazine kann man besser auf Printmedien oder im Internet erfahren, besser und vor allem investigativer. Wann ist endlich Schluss mit dem Staatsfernsehen und der Staatsverdummung?

goldhamster

18.11.2011, 21:07 Uhr

Die FDJ-Bundeszertreterin sollte sich aus den Medien raushalten.
Aber lieber hosenanzugtragender Sprechblasenautomat, genau wie 1989
wird auch heute wieder das Volk siegen. Es wird wieder den Politpöbel zertreten.
1989 haben die Ostdt. keine Wiedervereinigung bekommen,
diesmal werden alle Dt. eine Vereinigung bekommen, an deren Ende ein
wirklich demokratischer, humaner, nachhaltiger und sozialer Rechtsstaat steht,
der sich wahrhaftig und wahrheitlich zu seiner Geschichte bekennt und
als eigenständiger Teil der europäischen Völkerfamilie seine Verantwortung
für Frieden wahrnehmen wird.
Es wird einiges an Arbeit kosten, das zu erreichen, aber zukünftige
Generationen dürfen nicht eine Mitgift bekommen, für die sie nichts können.

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