Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.04.2013

21:05 Uhr

Kanzlerin Merkel

Deutschland setzt auf Gas aus Katar

Deutschland will in Zukunft verstärkt auf Gaslieferungen aus Katar setzen. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Investorenkonferenz des reichen Golfstaates. Doch Merkel stellt auch Forderungen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt künftig auf Gaslieferungen aus Katar. ap

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt künftig auf Gaslieferungen aus Katar.

BerlinDeutschland setzt im Zuge der Energiewende auch auf mehr Gaslieferungen aus dem Golfstaat Katar. Es sei sehr gut vorstellbar, bei Flüssig-Erdgas enger zusammenzuarbeiten, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Berlin bei der Eröffnung einer Investorenkonferenz des reichen Golfstaates.

Erdgas sei ein zukunftsträchtiger Energieträger. Nach dem Ausstieg aus der Atomkraft gewinnen fossile Energieträger Merkel zufolge an Bedeutung. Katars Premierminister Scheich Hamad bin Jassim bin Jabor Al Thani betonte vor Managern: „Ausländische Investitionen sind für Katar eine wichtige Säule seiner Wirtschaft.“

Das kleine Emirat am Persischen Golf verfügt dank seiner Öl- und vor allem Gasvorkommen über enorme Finanzreserven. Der Golfstaat ist weltgrößter Exporteur von Flüssig-Erdgas. Der wohlhabende Wüstenstaat mit fast zwei Millionen Einwohnern gilt als das Land mit dem größten durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen der Welt.

Im Jahr 2022 soll Katar die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten. Von den hohen Einnahmen aus Öl- und Gas-Geschäften investieren die Kataris größere Summen daher nicht nur im Ausland, sondern auch in neue Städte, einen neuen Flughafen und ins Verkehrsnetz des Landes. Auch soll die Wirtschaft Katars auf eine breitere Basis gestellt werden.

In Infrastrukturprojekte sollen nach Angaben des Premierministers rund 160 Milliarden US-Dollar investiert werden. Auch deutsche Firmen sind hier engagiert. Katar wiederum ist an mehreren deutschen Konzernen beteiligt - darunter VW, Hochtief und Siemens.

Merkel forderte das boomende Emirat auf, verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen für Geschäfte mit deutschen Firmen sicherzustellen. Faire und transparente Ausschreibungsverfahren sowie ein zuverlässiger rechtlicher Rahmen seien von besonderer Bedeutung für das Engagement deutscher Unternehmen in dem Golfstaat, sagte Merkel. Geschäftsmöglichkeiten böten sich für deutsche Firmen in Katar künftig unter anderem beim Ausbau des Schienennetzes, bei den Vorbereitungen für die Fußball-WM 2022 in dem Wüstenstaat sowie beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Katar will allein in seine Infrastruktur 160 Milliarden Dollar investieren.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Wafthrudnir

16.04.2013, 10:07 Uhr

Jedenfalls für diejenigen, denen es nichts ausmacht, nicht willfährige, aber zumindest formal demokratisch gewählte Führungspersönlichkeiten mit Gewalt aus dem Sattel zu schießen (oder schießen zu lassen), Diktatoren von reinstem Schrot und Korn jedoch zu hofieren. "Unsere Schurken" halt...

Account gelöscht!

16.04.2013, 11:13 Uhr

Warum kaufen sie dann Gas , Öl,Erze,Metalle ....usw.....usw...usw aus Russland ?
Das macht ihnen doch auch nix aus , oder sehen sie Russland als lupenreine Demokratie ???

Account gelöscht!

16.04.2013, 11:24 Uhr

Na jedenfalls hat nun auch unsere Kanzlerin gemerkt , dass Deutschland künftig keinesfalls mit Energie über versorgt ist .
Deutschland MUSS jede Möglichkeit nutzen , die sich als Energielieferant anbietet , wenn ihr weiterhin die sichersten Atomkraftwerke der Welt abschaltet , keine eigenen Öl oder Gas vorkommen entdeckt , wenn ihr weiterhin gegen alles seit , was in Deutschland die Gasförderung ermöglicht , solltet ihr euch immer auf einen kalten winter gefasst machen , Kalt wird es dann sicher nicht nur im freien ....

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×