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01.02.2017

11:28 Uhr

Kanzlerkandidat Schulz

SPD erreicht 26 Prozent im Wahltrend

Die SPD erreicht nach der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten die besten Umfragewerte seit Jahren. Auch den Abstand zu Bundeskanzlerin Merkel kann der Europapolitiker zusehends verringern.

Selbst von den SPD-Anhängern erwarten 52 Prozent trotzdem keinen Sieg von Schulz. dpa

Martin Schulz

Selbst von den SPD-Anhängern erwarten 52 Prozent trotzdem keinen Sieg von Schulz.

BerlinDer „Schulz-Effekt“ in den Umfragen setzt sich fort. Auch im Wahltrend von „Stern“ und RTL legt die SPD nach der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten von 21 auf 26 Prozent zu und erreicht damit den höchsten Wert seit der Bundestagswahl 2013. In der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage verliert die Union zwei Punkte und kommt nun auf 35 Prozent. Auch im jüngsten Insa-Meinungstrend für die „Bild“-Zeitung war die SPD mit jetzt 26 Prozent auf das beste Ergebnis seit zweieinhalb Jahren gekommen.

Im „Stern“-RTL-Wahltrend holt der SPD-Mann Schulz auch in der Kanzlerpräferenz auf. Wenn der Regierungschef direkt gewählt werden könnte, würden sich demnach 33 Prozent der Wahlberechtigten für Schulz entscheiden und 42 Prozent für Angela Merkel (CDU).

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Die SPD sieht sich mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz im Aufwind. Dabei wird er seine Partei höchstwahrscheinlich in eine große Koalition führen. Das erwarten zumindest die Analysten der Deutschen Bank.

Skeptisch beurteilten die meisten Wähler die Möglichkeit, dass Schulz bei der Bundestagswahl im September tatsächlich Merkel im Kanzleramt ablösen könnte. Eine klare Mehrheit von 61 Prozent ist der Auffassung, dass Merkel auch weiterhin Kanzlerin bleibt. Selbst von den SPD-Anhängern erwarten 52 Prozent keinen Sieg von Schulz, wie eine weiteren Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ ergab.

In zwei wichtigen Kategorien führt allerdings Schulz vor Merkel: 41 Prozent nehmen ihm ab, dass er auf der Seite der „kleinen Leute“ steht – Merkel kommt hier nur auf 31 Prozent. Und 49 Prozent sagen, dass Schulz eine geschlossene Partei hinter sich hat, von Merkel meinen das nur 28 Prozent.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

01.02.2017, 11:54 Uhr

So ein Schwachsinn....26%.
Wo sollen diese 6% auf einmal herkommen....von der Linken? Von den Nichtwählern und von der AfD auf jeden Fall nicht!
Diese Wähler sind der SPD nämlich nicht nur wegen dem SPD Personal verloren gegangen sondern vor allen wegen den Inhalten. Und Schulz steht genauso weiter für die Agenda 2010...er hat diese Agenda sogar ausdürcklich mitgetragen. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Michael Müller

01.02.2017, 12:03 Uhr

Neue Besen kehren gut!

Egal ob Schulz Kanzler oder Vizekanzler wird, er steht für mehr Europa in Deutschland.

Durch Schulz, egal ob als Kanzler oder Vizekanzler, verliert Deutschland noch mehr an Eigenständigkeit und gerät unter noch mehr Kontrolle durch Europa. Von der zunehmenden "Umverteilung" Deutschen Vermögens in die EU mal ganz zu schweigen...

Herr Old Harold

01.02.2017, 12:59 Uhr

"auf der Seite der kleinen Leute"?

Bei seiner Nominierung hat der Noch-SPD-Vorsitzende in den TV-Hauptnachrichten das Einkommen eines ostdeutschen Schichtarbeiters erwähnt. Er nannte ihn dabei einen "Beutedeutschen".

"Beutedeutsche" wurden während der Nazizeit Reichsdeutsche aus Ostpreußen, Schlesien, dem Sudetenland, Donauschwaben und Siebenbürgen abfällig genannt.

Ein gutes Beispiel, was in der SPD-Chefetage von Ostdeutschen gehalten wird!

Aber diese haben längst erkannt, dass die SPD keine Arbeiterpartei für "kleine Leute" mehr ist, sondern von sog. "Bildungsbürgern" (vorwiegend Lehrern) gesteuert wird.

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