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12.05.2012

12:17 Uhr

Kanzlerkandidatur

SPD-Linke bemäkelt Schröders Steinbrück-Plädoyer

Altkanzler Gerhard Schröder hat sich deutlich für Peer Steinbrück als SPD-Kanzlerkandidaten ausgesprochen. Die Parlamentarische Linke der SPD glaubt jedoch, dass das dem Ex-Finanzminister eher schaden als helfen wird.

Peer Steinbrück, links, und Gerhard Schröder auf dem SPD-Parteitag in Karlsruhe im November 2005. ap

Peer Steinbrück, links, und Gerhard Schröder auf dem SPD-Parteitag in Karlsruhe im November 2005.

BerlinMit seinem Plädoyer für eine Kanzlerkandidatur von Peer Steinbrück hat sich Altkanzler Gerhard Schröder Kritik in der SPD eingehandelt. „Auch Altkanzler sollten das Wasser halten können“, sagte der Sprecher der Parlamentarischen Linken der SPD-Bundestagsfraktion, Ernst Dieter Rossmann, dem „Hamburger Abendblatt“. „Wenn Gerhard Schröder Peer Steinbrück schaden wollte, musste er jetzt eine solche Empfehlung geben.“ Aus Rossmanns Sicht gilt für die SPD: „Inhalte profilieren, Teamgeist bilden, Verfahren klären und dann die Kanzlerkandidatur entscheiden.“

Hamburgs Regierungschef Olaf Scholz (SPD) mahnte in der Zeitung, die besprochenen Abläufe einzuhalten. Die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der SPD werde Anfang des kommenden Jahres getroffen. Niedersachsens SPD-Vorsitzende Stephan Weil sagte: „In der SPD gibt es einen weit verbreiteten Konsens, dass öffentliche Diskussionen über den Kanzlerkandidaten mehr schaden als nutzen.“ Er für seinen Teil werde sich daran halten.

Schröder spricht sich in der Biografie „Peer Steinbrück“ des „Welt“-Korrespondenten Daniel Friedrich Sturm, das in Kürze erscheint, für den ehemaligen Bundesfinanzminister aus. „Mich würde es freuen, wenn Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD würde. Er hat alle Aussicht auf Erfolg“, wird Schröder zitiert. Auch Altkanzler Helmut Schmidt hatte bereits Steinbrück vorgeschlagen.

Von

dpa

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

12.05.2012, 12:36 Uhr

Steinbrück hat mit der Rettung der HRE genug Schaden angerichtet.
Außerdem ist er, wie Schröder, mit Schuld an der Krise, denn die Schröder-SPD hat dem Finanz-Zockern Tür und Tor geöffnet
Im übrigen ist einer Mehrheit der Deutschen zutiefst unsympatisch mit seiner Überheblichkeit
Er könnte vielleicht Merkel schlagen, das stimmt. Aber das alleine reicht nicht, denn Steinbrück würde die zynische Politik von Schröder gegen die Bürger weitermachen.
Im übrigen sollte sich Schröder raushalten aus allem was in Deutschland ist
In Russland sitzt er in der ersten Reihe bei der Putin-Vereidigung, wie im TV zu sehen war, das sagt doch alles

Luginsland

12.05.2012, 14:23 Uhr

Als langjährigem SPD-Wähler kommt mir die Galle hoch, wenn ich diese sog. Troika, zusammen oder in Teilen, sehe. Jeder dieser drei denkt nur an eines bzw. an einen - nämlich sich selbst und seine Karriere. Von ihrer Überzeugung her könnten sie in jeder anderen Partei sein: ubi bene ibi patria (wo mir's gut geht ist mein Vaterland). Und Frau Nahles wird (um nochmals einen fremdsprachlichen Ausdruck zu verwenden) mehr und mehr zur Femme fatale. Mein Gott, ist das denn wirklich alles, was diese Partei zu bieten hat?!

Mazi

12.05.2012, 14:47 Uhr

Nicht ganz fair. Berlusconi war auch da.

Dass Putin sich mit solchen Leuten umgibt, ist für mich völlig fragwürdig. Es ist aber auch möglich, dass er die beiden an die Öffentlichkeit zerrt, um dem russischen Volk zu zeigen von was für Typen andere Völker regiert wurden. So hat nämlich das russische Volk Putins Verbindung mit Schröder verstanden.

Jeder ordentliche Zirkus hat Clowns in seinem Programm. So verstanden passt's.

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