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23.11.2012

08:02 Uhr

Kanzlerkandidatur

Steinbrück poltert zurück

Trotz des suboptimalen Starts: Peer Steinbrück hat keine Zweifel an seiner Kanzlerkandidatur und sieht für die SPD Potenzial im Kampf um die Macht. Im Willy-Brandt-Haus erklärt er, wie er das Rennen drehen will.

Der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück. dpa

Der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück.

BerlinTrotz der Debatten um seine Nebeneinkünfte und der holprigen Aufstellung seines Wahlkampfteams zweifelt Peer Steinbrück nicht an seiner Kanzlerkandidatur für die SPD. „Sie können nicht lavieren und sagen, ich teste das mal“, betonte der frühere Bundesfinanzminister am Donnerstagabend vor Journalisten in Berlin. Der 65-Jährige sieht trotz stagnierender Umfragewerte für die SPD eine reale Machtoption für Rot-Grün. Derzeit liege die SPD bei 28 bis 30 Prozent. Wenn es gelänge, noch drei bis vier Punkte hinzu zu gewinnen und die Grünen ihr Niveau halten, könnte dies reichen.

Wenn man antrete und dann auch schwierige Phasen durchmache, könne man nicht einfach nach dem Motto verfahren: „Wenn das so ist, Herr Förster, dann lege ich das Reh auf die Lichtung zurück“. Steinbrück sagte, er würde sich wünschen, dass man sich auch wieder stärker mit seinen Inhalten auseinandersetze. Im Wahlkampf werde es darum gehen, die Volten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darzulegen. Sie sage den Menschen gerade bei der Euro-Rettung nicht die Wahrheit. „Und es wird darauf ankommen, eine Geschichte zu erzählen, warum die Menschen die SPD wählen sollen.“

Mit Blick auf das umstrittene Redehonorar in Höhe von 25 000 Euro bei den Stadtwerken Bochum räumte Steinbrück einen Fehler ein: „Mein Antennenapparat hätte mir früher sagen müssen, dass das nicht hinhaut.“ Zum Rückzug des als Internet-Berater vorgesehenen Unternehmer und Bestseller-Autor Roman Maria Koidl betonte der 65-Jährige, dieser habe ohnehin noch keinen Vertrag gehabt.

Mit Blick auf die frühere Tätigkeit Koidls für Hedgefonds sagte der frühere Bundesfinanzminister: „Ob jemand für Hedgefonds tätig war oder bei den St.Pauli-Nachrichten gearbeitet hat, ist für mich nicht entscheidend“. Bei Veranstaltungen spielten diese ganzen Debatten nur eine Rolle ganz am Rande. Im übrigen seien er und die SPD noch längst nicht im Wahlkampfmodus. Im April oder Mai solle bei einem Parteitag das Wahlprogramm beschlossen werden, betonte er. Am 9. Dezember soll Steinbrück in Hannover offiziell gekürt werden.

Besonders dankte er der SPD, die es in der Vergangenheit nicht immer leicht mit ihm gehabt hätte. „Die Partei steht solidarisch an meiner Seite“. Er habe immer davor gewarnt, den Kandidaten zu früh zu benennen. „Es wird jetzt jeder Stein rumgedreht.“ Er wolle sich auch künftig nicht verstellen. Neben Herausforderungen wie der Schuldenkrise und der wachsenden Kluft in der Gesellschaft treibe ihn besonders das Thema stark steigender Mieten und Wohnungsnot um.

Von

dpa

Kommentare (19)

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Account gelöscht!

23.11.2012, 08:32 Uhr

Ein komplett Irrer hat auch keine Zweifel daran dass man Benzin trinken kann.

Kapturak

23.11.2012, 08:39 Uhr


Die Grünen und die Roten sind doch die Ober-Euro-Retter. Wenn es nach denen ginge, müßten wir pauschal für alle Schulden sämtlicher Bananenrepubliken und deren angeschlossenen Banken haften.

OLDENDORP

23.11.2012, 08:53 Uhr

.......................
POLTERGEIST..STEINBRÜCK
.......................
in sachen stadtwerke bochum - eine spd-notstands -
gemeinde sollten rechtliche schritte gegen den ver-
anstalter und herrn steinbrück geprüft werden..
..
die rückzahlung des honorares wäre der erste schritt
zur einsicht - aber nicht einmal dazu ist der kandi-
dat bereit..!!
..
der filz zwischen stadtrat bochum..aufsitzrat stadt-
werke dem veranstalter und dem redner - alle aus dem
umfeld der spd..bzw. spd - mitglieder..
..
eine ähnliche konstellation wie bei der abwicklung der
WESTLB - auch dort spielte herr steinbrück als finanz-
und ministerpräsident eine zumindest fragwürdige rolle.
..
..

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