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28.11.2012

06:30 Uhr

Karl Lauterbach

Experte fordert höhere Pflegebeiträge

„Pflege-Bahr“, also die staatlichen Zuschüsse zu privaten Pflege-Zusatzversicherungen, reicht nicht aus, kritisiert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach - und fordert stattdessen höhere Pflegebeiträge.

Mehr Geld für die Pflege? SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert höhere Pflegesätze. dpa

Mehr Geld für die Pflege? SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert höhere Pflegesätze.

BerlinHeute verabschiedet das Kabinett die Durchführungsverordnung zum "Pflege-Bahr", zu den staatlichen Zuschüsse zu privaten Pflege-Zusatzversicherungen. Angesichts der hohen Kosten für Pflegepatienten fordert der Gesundheitsexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, höhere Beiträge zur Pflegeversicherung. Eine qualitativ bessere Pflege und ein sinkender Eigenanteil wären die Folge, sagte Lauterbach der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch). „Für fünf bis sechs Milliarden Euro ließe sich eine deutlich bessere Pflege darstellen. Die Beiträge müssten um 0,5 Prozent angehoben werden.“

Die von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) geplanten Zuschüsse zu privaten Zusatzversicherungen lehnte Lauterbach ab: Mit den fünf Euro Staatszuschuss führe dies nur zu etwa 3000 Euro Kapital für den Pflegefall.

Auch die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, kritisierte Bahrs Projekt. „Der "Pflege-Bahr" ist völlig ungenügend, um den Kostenanstieg abzufedern. Er ist nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte sie der „Berliner Zeitung“ (Mittwoch). „Angesichts der tatsächlichen Kosten würde eine private Versicherung sehr hohe Beiträge voraussetzen. Die können sich die wenigsten leisten.“

Pflegebedürftige müssen im Schnitt mehr als 37 000 Euro aus eigener Tasche für die Pflege zahlen, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Pflegereport 2012 der Krankenkasse Barmer GEK hervorgeht. Die Pflegeversicherung übernimmt demnach nur weniger als die Hälfte der gesamtem Pflegekosten - im Schnitt gut 33 000 Euro. Auch die Autoren der Studie kritisierten die Anfang 2013 beginnenden Zusatzversicherungen zur Pflege mit staatlicher Förderung kritisierten als viel zu gering bemessen. Heute verabschiedet das Kabinett die Durchführungsverordnung zum "Pflege-Bahr."

Von

dpa

Kommentare (17)

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Rene

28.11.2012, 07:36 Uhr

"Experte"? Eine typische kommunistische Forderung. Nehmt es dem Arbeitnehmer (auch als Leistungsträger mit "starken Schultern" tituliert) und verteilt es durch den Staat. So kann man Planwirtschaft vorantreiben und mein Lauterbach-Arsch sitzt fett im Bundestagsstuhl und kann Diäten und Pensionen scheffeln. Kommen die "Experten" mal auf den Gedanken, den geschröpften Bürger zu entlasten? Können die "Experten" mal für Arbeitspläte sorgen (ohne Steuerzahlersubvention natürlich)??? Experten? Das ich nicht lache. Soviel Experte kann doch jeder sein...

Account gelöscht!

28.11.2012, 08:08 Uhr

Unsinnige Forderung. Gebt Menschen, die in Rente gehen oder vorher zum Pflegefall werden einfach die "Endlösungskapsel". Damit könnt ihr eure Pfründe sichern und werdet nicht mit "unnötigen" Kosten belastet. *Sarkasmus aus

MBoudik

28.11.2012, 09:05 Uhr

Welcher Mann schließt denn bei einem UNI-SEX TARIF eine solche Versicherung ab?

Es ist nun einmal eine Tatsache, dass Frauen im Schnitt im Alter häufiger und deutlich länger zu pflegen sind.

Gesünder leben ist das Mittel der Wahl.....

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