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29.02.2016

18:30 Uhr

Karl-Theodor zu Guttenberg

Absage mit Hintertürchen?

„Hello everybody, alles klar? Karl-Theodor ist wieder da!“ Mit diesen Worten trat ein Double beim traditionellen Starkbieranstich in München auf. Doch was sagt eigentlich der echte Guttenberg zu einem möglichen Comeback?

Der frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im April 2015. Seine Rückkehr in die Politik ist derzeit unwahrscheinlich. dpa

Karl-Theodor zu Guttenberg

Der frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im April 2015. Seine Rückkehr in die Politik ist derzeit unwahrscheinlich.

MünchenUnd plötzlich ist er wieder da, leibhaftig. Karl-Theodor zu Guttenberg, Ex-Verteidigungsminister und einstiger großer Hoffnungsträger der CSU, betritt die Bühne, ruft in den Saal: „Hello everybody, alles klar? Karl-Theodor ist wieder da!“ Doch: Es ist nur ein Double, ein Schauspieler, der da beim traditionellen Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg als „KT“ auftritt.

Doch auch wenn der Nockherberg schon wieder ein paar Tage her ist - „KT“ ist immer noch gegenwärtig. Das liegt vor allem an einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, die den echten Guttenberg zu seinem Rückkehr-Willen befragt hat. Und der antwortete wirklich, per E-Mail: „Die Expansion meines Unternehmens füllt mich gänzlich aus.“ Und: „Unabhängig davon würden die berechtigten Gründe für meinen Rücktritt sowie mein lausiger Umgang damit eine Rückkehr nicht rechtfertigen.“

Ist das das Ende für die ganzen Spekulationen, die seit Guttenbergs Rücktritt als Verteidigungsminister 2011 immer wieder aufgeflammt waren: Ob er zurückkommt? Und wenn ja, wann? Ob ihm die Partei die Plagiate in seiner Doktorarbeit verzeiht? Ob CSU-Chef Horst Seehofer persönlich den einstigen Kanzlerkandidaten in spe zurückholt? Ob er ihn gar wieder für ein politisches Spitzenamt vorschlagen will?

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Die zwei sehr deutlichen Sätze Guttenbergs in der „SZ“ drängen nun vor allem diesen Eindruck auf: dass Guttenberg gar nicht zurück in die deutsche Politik will. Er lebt mit seiner Familie nun in den USA, leitet seine eigene Investment- und Beratungsfirma - warum sollte er sich wieder ins politische Geschäft stürzen wollen, in diesen Zeiten?

Das sagen auch CSU-Leute, die zumindest ab und an mit ihm zu tun haben: dass sich Guttenberg in den USA sehr wohl fühle, dass er nicht zurück wolle. Das deckt sich mit einer Äußerung Guttenbergs vor einem Jahr, als er eine Rückkehr „aus heutiger Sicht“ ausschloss.

Und als Seehofer ihn im Herbst 2015 als Berater für sein Strategie-Team benannte, hieß es in einer Mitteilung: „Karl-Theodor zu Guttenberg, Chairman von Spitzberg Partners LLC“ lege Wert darauf, dass er „auf absehbare Zeit seinen Lebensmittelpunkt in den USA“ behält. Seehofer sagt dazu: „Er war und ist bereit, themenbezogen mitzuarbeiten.“ Dies gelte insbesondere für die Bereiche Außenpolitik und Digitalisierung.

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