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17.05.2012

17:44 Uhr

Karlspreis-Verleihung

Wolfgang Schäuble als „europäischer Patriot“ geehrt

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist in Aachen mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden. In seiner Laudatio lobt Eurogruppen-Chef Juncker Schäuble als „europäischen Patrioten“ - und würdigen Preisträger.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat den Karlspreis erhalten. dapd

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat den Karlspreis erhalten.

AachenFür seine Verdienste um die Einigung Europas und seinen Beitrag zur Stabilisierung der Währungsunion ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Donnerstag mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden. Schäuble warb bei dem Festakt in Aachen für eine europaweite Direktwahl des EU-Kommissionspräsidenten. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker würdigte Schäuble in seiner Laudatio als deutschen und europäischen Patrioten.

Schäuble nahm den Preis im Aachener Rathaus von Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) entgegen. Vor rund 850 Gästen warb Schäuble für „starke europäische Institutionen“. „Wir müssen die demokratische Legitimation Europas stärken, wir müssen die Effizienz Europas verbessern, und wir müssen die europäischen Institutionen reformieren“, sagte der neue Karlspreisträger.

Schäuble äußerte die Einschätzung, die politische Einheit Europas müsse „ein Gesicht bekommen, und dieses Gesicht muss eine wirkliche Macht repräsentieren“. „Wir sollten uns zutrauen, den Kommissionspräsidenten in direkter Wahl wählen zu lassen“, sagte Schäuble. „Wir sollten uns zutrauen, auf nationale Entsendungsrechte in die Kommission zu verzichten.“

In seiner Laudatio auf Schäuble bescheinigte Junker dem neuen Karlspreisträger ein „fest zusammengefügtes christliches Menschenbild“. Zum Wertekanon des Finanzministers zähle auch das Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft. Schäuble habe es in seinem politischen Wirken „immer wieder verstanden, Verantwortung zu übernehmen“. Zur Schuldenkrise und zur Diskussion über einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone äußerten sich Schäuble und Juncker nicht.

Karlspreis an Schäuble: Der letzte Europäer

Karlspreis an Schäuble

Der letzte Europäer

Wolfgang Schäuble gilt manchen als Hardliner, der mit seinen Sparforderungen an die Krisenländer den Euro aufs Spiel setzt. Doch er ist leidenschaftlicher Europäer. Deshalb hat er heute den Aachener Karlspreis erhalten.

Außenminister Guido Westerwelle erklärte, Schäuble habe sich mit Herz und Verstand „sein ganzes politisches Leben lang für mehr Europa eingesetzt“. Mit dem Karlspreis werde „die Lebensleistung eines überzeugten Europäers“ gewürdigt.

Die Bundesregierung werde sich auch künftig „entschieden allen Fliehkräften entgegen stellen, die die europäische Einigung gefährden“. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe gratulierte Schäuble ebenfalls: Die CDU sei stolz darauf, einen „so weitsichtigen, strategisch denkenden Mann in ihren Reihen zu haben“, schrieb er.

Kommentare (20)

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Gratulation

17.05.2012, 11:00 Uhr

Von Herrn Schäuble, diesem "großen Europäer", wird man noch in Jahrhunderten sprechen, wenn uns die ganzen Bürgschaften, die er im Namen der Bundesrepublik eingegangen ist, auf die Füße gefallen sind!

Thomas-Melber-Stuttgart

17.05.2012, 11:03 Uhr

Die Liste der Preisträger liest sich wie ... aber lassen wir das.

Account gelöscht!

17.05.2012, 11:17 Uhr

Meinen Glückwunsch bekommt er nicht. Er handelt und denkt wie ein Monarch. Wir sind aber nicht im 17. Jahrhundert !
Sein Vision von EU und EURO stinken wie fauler Fisch vom Kopfe her.

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