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11.01.2005

17:48 Uhr

Kassenfunktionär gibt der Politik die Schuld an der Verzögerung.

IT-Industrie kritisiert Verzögerung der Gesundheitskarte

Vertreter der IT-Industrie haben die Verzögerungen bei der Einführung der Gesundheitskarte kritisiert.

BERLIN. Der Gesundheitsexperte des Branchenverbands Bitkom, Pablo Mentzinis, sagte dem Handelsblatt (Mittwochausgabe): „Die jetzt eintretenden Verzögerungen kosten unsere Unternehmen richtig Geld. Sie halten seit Monaten Personal- und Sachressourcen vor, die nun nicht gebraucht werden.“ Kritik übten Bitkom und der Verband der Hersteller von IT-Lösungen für das Gesundheitswesen (VIHTG) daran, dass in der neu gegründeten Betriebsgesellschaft der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen die Industrie nur über einen Beirat vertreten sein soll.

„Wir bedauern, dass das Know-how der Industrie nicht im möglichen Umfang genutzt wird“, sagte VIHTG-Geschäftsführerin Anja Hollmann dem Handelsblatt. Ein führender Kassenfunktionär gab der Politik die Schuld an der Verzögerung. Sie habe von Anfang an die Weichen falsch gestellt, „indem sie die Selbstverwaltung verpflichtet hat, alles einstimmig zu entscheiden“. Außerdem habe sie mit dem beim Bundessozialministerium angesiedelten Konsortium „bIT4health“ eine „gesetzlich nicht gedeckte“ Konkurrenzveranstaltung ins Leben gerufen, die der Selbstverwaltung die Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrags, die Architektur für die Karte zu entwickeln, erschwert habe.

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