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30.12.2015

14:52 Uhr

Katarina Barley

Rot-Rot-Grün scheitert am ehesten an Grünen

Mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 ist als Alternative zur großen Koalition auch Rot-Rot-Grün im Gespräch. Doch die neue SPD-Generalsekretärin Katarina Barley sieht noch große Hürden. Und dies liege nicht an der SPD.

Ihr Ziel als SPD-Generalsekretärin sei „der Wahlsieg 2017“. dpa

Sigmar Gabriel und Katarina Barley

Ihr Ziel als SPD-Generalsekretärin sei „der Wahlsieg 2017“.

BerlinEine rot-rot-grüne Koalition würde nach Einschätzung der neuen SPD-Generalsekretärin Katarina Barley eher an den Grünen als an den Sozialdemokraten scheitern. „Rot-Rot-Grün würde auf Bundesebene vor allem daran scheitern, dass Grüne und Linke überhaupt nicht miteinander können“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online/Mittwoch).

In der Linkspartei gebe es Menschen, mit denen sie persönlich sehr gut klarkomme und zusammenarbeite. „Es gibt allerdings nach wie vor Themen, vor allem in der Außenpolitik, bei denen es gar nicht passt“, sagte Barley.

Ihr Ziel als SPD-Generalsekretärin sei „der Wahlsieg 2017“. Die SPD werde bis zur Bundestagswahl möglichst viel sozialdemokratische Politik umsetzen. „Dann können wir den Bürgern im Wahlkampf sagen: Eine SPD-geführte Regierung wäre die Fortsetzung davon.“

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Die Genossen haben viel versprochen – bis 2017 werden sie allerdings das wenigste umsetzen können. Die Liste reicht von Leiharbeit über Rentenangleichung bis zu Entgeltgleichheit. Gegenwind kommt nicht nur von der Union.

Ihren Chef Sigmar Gabriel sieht Barley auch nach dem enttäuschenden Ergebnis bei seiner Wiederwahl auf dem Bundesparteitag als wahrscheinlichen Kanzlerkandidaten 2017. „Sigmar Gabriel ist ein sehr guter Vorsitzender. Es gibt immer Menschen, die sich an ihm reiben, und das wird sich auch nie ändern.“ Über die Kanzlerkandidatur werde Anfang 2017 entschieden. „Und selbstverständlich hat Sigmar Gabriel dann das erste Zugriffsrecht.“

Von

dpa

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