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30.06.2013

15:53 Uhr

Katastrophe verhindert

Polizei räumt Camp von Hungerstreikenden

Mitten in Deutschlands reichster Großstadt wollten sich 50 Flüchtlinge aus den armen Ländern dieser Welt zu Tode hungern, wenn sie nicht in Deutschland bleiben dürfen. Eine Vermittlung ist gescheitert.

Polizisten haben in München ein Zeltlager geräumt, in dem zuvor rund 50 Asylbewerber einen Hungerstreik abhielten. dpa

Polizisten haben in München ein Zeltlager geräumt, in dem zuvor rund 50 Asylbewerber einen Hungerstreik abhielten.

MünchenDie Behörden in München haben den einwöchigen Hungerstreik von Asylbewerbern beendet und mit der Räumung ihres Camps eine drohende Katastrophe verhindert. Alle 44 Asylbewerber - darunter drei Kinder - wurden am Sonntagmorgen in Krankenhäuser gebracht. Der Anführer der Aktion, der als politischer Flüchtling anerkannte Iraner Ashkan Khorasani, wurde festgenommen, weil er Ärzten die Behandlung der schon stark geschwächten Flüchtlinge verwehrt haben soll. Die Entscheidung zur Räumung trafen Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wegen akuter Lebensgefahr für die Hungerstreikenden.

Ein Mensch habe bereits wiederbelebt werden müssen, mehrere Personen hätten schon im Koma gelegen, berichtete Ude in einer Pressekonferenz. Der Anführer der Aktion aber habe Ärzten die Behandlung verwehrt und erklärt, „wenn es Tote gibt - womit auch er gerechnet hat -, dann ist eben die Politik in Deutschland daran schuld“.

Das weitere Vorgehen gegen Khorasani prüfe jetzt die Staatsanwaltschaft, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Auch zwölf Unterstützer aus dem linksautonomen Spektrum, die Notarztwagen blockiert, Widerstand geleistet oder Polizisten bei der Räumung gegen 5.00 Uhr morgens beleidigt haben sollen, wurden vorläufig festgenommen.

Vor der Räumung war ein Vermittlungsversuch des früheren SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel (SPD) und des ehemaligen Landtagspräsidenten Alois Glück (CSU) am Samstagabend gescheitert. Khorasani habe nur „volles Asylrecht für alle“ gefordert und jede Verhandlung kategorisch abgelehnt, sagte Ude. Deshalb sei er jetzt sehr froh über den Ausgang. „Es ging ausschließlich um die Rettung von Menschenleben.“

Kommentare (13)

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Scheucher

30.06.2013, 16:40 Uhr

„Es ging ausschließlich um die Rettung von Menschenleben.“
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Und mir geht es darum. dass sich unser Staat nicht von diesen Dahergelaufenen, ohne jede ehrliche Absicht hier in Szene setzend, erpressen lässt!

maximilian@baehring.at

30.06.2013, 17:19 Uhr

Sie Zwangszuernähren oder behandeln ist nicht erlaubt wenn Sie einen Völkerrechtsatus als Kriegsgefangener oder Glüchtling genießen nach der Genfer konvetnion. Vielmehr ist es dann sogar Folter.

http://central.banktunnel.eu/20130630-1714-ecbint-pROOF-OF-LIFE.jpg

also_wirklich

30.06.2013, 17:32 Uhr

Heftiger Widerspruch kam von den bayerischen Grünen. Ihre Fraktionsvorsitzende Margarete Bause sagte: „Eine Lösung auf dem Verhandlungsweg wäre möglich gewesen.“

Hat die Frau noch alle Tassen im Schrank? Ansonsten sollte sie mal nachschauen, was es heisst, wenn man an Austrocknungserscheinungen leidet. Dinstag bis Sonntag ist definitiv zu lange. Man hätte früher räumen sollen, um mögliche gesundheitliche Langzeitschäden zu vermeiden.

Solche Erpressungsversuche kommen desöfteren vor. Voriges Jahr gab es so eine Aktion in Brüssel. Ein Teilnehmer hatte sich sogar den Mund zugenäht. Die zuständige Staatssekretärin, eine Ärztin, hat sich nicht erpressen und alle in's Krankenhaus bringen lassen, wo sie hingehören.

Dieser iranische Anführer sollte wegen versuchten, vorsätzlichen Mordes in X Fällen angezeigt werden. Genauso wie diese Trottel, die keinerlei ärztliche Hilfe durchlassen. Geht es noch dümmer? Nach fünf Tagen ohne Flüssigkeit....worunter drei Kinder?

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