Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.10.2013

19:06 Uhr

Katrin Göring-Eckardt

Die Verwalterin des Linkskurses

VonBarbara Gillmann

Mit der Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt haben die Grünen eine herbe Wahlniederlage kassiert. Trotzdem bleibt die Thüringerin auch nach der Wahl ein führender Kopf der neuen Grünen.

Katrin Göring-Eckardt ist neue Fraktionsvorsitzende der Grünen. dpa

Katrin Göring-Eckardt ist neue Fraktionsvorsitzende der Grünen.

BerlinAm Tag nach dem desaströsen Wahlergebnis der Grünen war es ausgerechnet Katrin Göring-Eckardt, die als Erste keck das Erbe der Liberalen für die Grünen einforderte. Deren Platz im Parlament sei ja nun frei. Dabei hatte die Thüringerin jedoch lediglich den Bürgerrechtsliberalismus im Blick, wie sie schnell korrigierte.

Göring Eckardt steht zwar nominell für den Realo-Flügel der Grünen, de facto jedoch hat sie den Linksruck der Partei an vorderster Front verkörpert und verteidigt. Damit steht sie für eine „Weiter so“, nicht aber für eine Neuausrichtung, mit ihr ist eine nennenswerte Korrektur des Kurses, der die Partei in die Niederlage geführt hat, schwer vorstellbar.

Es sei denn....... die sanfte 47jährige, die jahrelang Präses der Evangelischen Kirche war, würde sich ein zweites mal ganz neu erfinden. Zu Zeiten der rot-grünen Projekts war sie - schon damals Fraktionschefin, gemeinsam mit Krista Sager - eine überzeugte und überzeugende Verteidigerin der Agenda 2010. Es war zu einem Gutteil ihr Verdienst, dass die grüne Fraktion die kleinen Revolution, die Gerhard Schröder angezettelt hatte, brav mittrug, während die Sozialdemokraten darüber fast zerbrachen.

Nach dieser Ära rückte Göring-Eckardt in die zweite Reihe, wurde Vizepräsidentin des Bundestags und schwebte damit etwas über dem Polit-Alltag. Ihre Stunde kam erneut, als eine zweite Spitzenkandidatin neben Jürgen Trittin gesucht wurde. ’KGE’, wie sie in der Fraktion kurz heißt, zierte sich, Unterstützter wie Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann mussten ihr sehr zureden, ehe sie sich auf den Wettlauf gegen die aggressive Renate Künast und die linke Claudia Roth einließ.

Die grüne Basis kürte Göring-Eckardt in einer Urwahl mit großen Abstand zur Spitzenkandidatin. Doch Realos, die sich von ihr ein Gegengewicht zu Trittin, ein Signal an die Bürgerliche Mitte erhofft hatten, wurden bitter enttäuscht. Die Frau mit dem unvollendeten Theologiestudium trug den radikalen Steuererhöhungskurs in vollem Umfang mit - später rechtfertigte sie sich mit dem zutreffenden Hinweis, das Programm sei bei ihrer Kür ja schon so gut wie fertig gewesen. Ansonsten kaprizierte sie sich auf den Kampf für soziale Gerechtigkeit - von dem die meisten Realos meinen, dass ihn SPD und Linke besser beherrschen.

An dem miesen Wahlergebnis der Grünen trifft Göring-Eckardt eigentlich keine Schuld - suggerierte zumindest Göring-Eckardt selbst. Zwar geißelte auch sie pflichtschuldigst die „Klassenkampfrhetorik“ und die „Besserwisserei“ der Grünen. Klar brauche man „mehr Brücken zur Wirtschaft bauen“, verkündete sie auf dem kleinen Parteitag beim gemeinsamen Wundenlecken nach der Wahl - allerdings „ohne Änderungen am Steuerkonzept“. Ihr schwebt eher ein gemeinsamen „Wertekanon“ vor, ein gemeinsame Engagement für den Érhalt der Ressourcen, Bildung, natürlich, „Gerechtigkeit“.

Sprachs und peilte schnurstracks die Fraktionsführung an. Die nach links gerückte Reala ließ sich mit der kräftigen Unterstützung des Linken Flügels wählen - nur so gelang es ihr, die wirtschaftsliberale Konkurrentin Kerstin Andreae aus dem Feld zu schlagen. Eine Erneuerung der Fraktion sähe anders aus.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Laird

08.10.2013, 19:50 Uhr

Wer das Eintreten für gerechte Besteuerung in Deutschland gleichgesetzt mit einem "Linksruck", der setzt sich selbst dem Verdacht aus, im Interesse des 1,3 Milliarden US-Dollar schweren Verlagseigner Propaganda zu verbreiten. Oder zu hoffen, dass der so einen Unsinn honoriert.

G.S

08.10.2013, 20:40 Uhr

Das Rotationsprinzip der Grünen funktioniert hervorragend. Einmal um das Microphon gehen und schon ist man neu. Die Grünen
haben die Mutter aller Linken an die Spitze gewählt, die
wie gesagt so Links ist, das Sahra Wagenknecht ihren Titel verliert. Das ist DDR Sozialimus nur besser. Egal wen man will, man bekommt die Traurige Linke Truppe mit Namen TRIÖZGöROTH als Politisches Veggi Gericht serviert. Nun haben wir die LINKE GRÜNE die LINKE UNION
die LINKE überhaupt und was ist mit der SPD? Ist da noch eine Lücke wo man die LINKE SPD reinquetschen kann?.

Das Parlament der Linken Internationale ist nun komplett.
Nach über zwanzig Jahren Wiedervereinigung, steht die DDR
Volkskammer wieder. Meinen Glückwunsch an alle für diesen Schachzug.

Noch mögen sie sich nicht so wie ein Einheitsparlament das sollte ,aber das kommt nach einem Jahr. Dann am Wahltag 2017
werden sich alte DDR Bürger vor Glück oder nicht auf die Schenkel schlagen, der Wahlzettel eins zu eins wie in der DDR.

Rechte Parteien und Mitte Rechts Partein müssen draussen bleiben, schliesslich kann man nun nachhelfen wenn es gefährlich wird.

So ein ungesundes Parlament hatte Deutschland noch nie in seiner Zeit. Zwar haben wir halb Deutschland verloren durch Brandt aber jeder kennt die SPD nichts ist schöner als Heimaten zu verschenken, damals gegen den Willen der DDR und BRD Bevölkerung. Das war Demokratie. Nun steht Restdeutschland zum verschenken. Egal ob unter Merkel,Gysi,Göring-E oder den Starverkäufern Gabriel und Co. Die Lösungsmittel sind bereit.

Account gelöscht!

08.10.2013, 20:52 Uhr

Göhring-Eckahrd aus dieser Ost-Sekte „Neue evangelische Kirche“
und aus Bündnis90, der angebliche Umweltbewegung im Osten,
die Anfang der 90er die West-Ökos (Biotophe an Schulen) die Klassenfeinde als rechte Baumschützer verschrieen aus der Partei rausgemobbt hatten.
Mit Medien Unterstützung?

2013 Landtagswahlen Niedersachsen 3,5% Wählerschaft Die LINKE orientiert sich um in die bessere links Partei Die GRÜNEN.

Die LINKE bleibt einzig der Merkelschen *PDS*(alte CDU) als das Alibi für ihre/die *PDS* Politik im Land gegen den verachteten Klassenfeind die Bonner Republik die Bürgergesellschaft des Miteinander (tatsächliches Soziales Miteinander) und deren Ausradierung
den von Hollywood vorgeschobenen Täter für die Umsetzung des Diktat zur ZinesZins-Weide im Bankensozialismus und wenn 's schief geht, die Deutschen war'n 's!

Die EUR-EU Zone fast identisch mit „das Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ mit dem übergestülpten Zwangs Katholizismus?
neu gegründet 2001 (Punkt 9/11 Uhr) von den *Gleichen* die D-Bahn, Bildungssystem, Flughafen BER, usw-usw? In ihrer verkannten Genialität managen?
Das muss einem doch gesagt werden! (?)

Und diese, nicht nur 1.Volksverhetzer (straf frei gegen "Nazis for ever") sondern tatsächlicher Täter gegen Land & Leute (Ausländer/GENDER/Genozide) wie diese Alice Schwarzer tatsächlicher Täter gegen Familie & Beziehungen!
mit der abgebrochenen Pantomimenlehre, wird von dieser Minderbefähigten PDS-Volkskammer Merkelscher-Sortierung zum Bundestagsvizepräsident gehoben?
Will Bundestagsvizepräsident sein?
Ein Nachgewiesener, beweisbarer Volksverhetzer/Hochverräter/Volksverräter? Die nur wegen des Sonderstatus (Siegermächte) in diesem Land von der Judikative nicht belangt werden kann.
Will?

Und dieser geniale Daniel Bahr (aus FDP Vaseline)
100 Jahre Arbeiterkampf der Großväter für die medizinische Versorgung der Arbeitnehmer,
in nur 5 Jahren stalinistische Verantwortung den Bach runter, Ruiniert!

Diese "vorzeige Demokratie".

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×