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12.12.2012

07:15 Uhr

Kaufkraft

Wo die reichsten Deutschen wohnen

VonMaike Freund

ExklusivDie Deutschen können sich freuen: 2013 werden sie wohl mehr Geld für den Konsum in den Taschen haben als noch 2012. Doch weder München, Hamburg noch Düsseldorf schaffen es in Sachen Kaufkraft auf den Spitzenplatz.

Die reichsten Deutschen leben im Landkreis Starnberg. dpa/picture alliance

Die reichsten Deutschen leben im Landkreis Starnberg.

DüsseldorfDas Geld liegt ja bekanntlich nicht auf der Straße. Falls aber doch, dann jedenfalls eher auf ländlichen Wegen und Dorfstraßen – oder zumindest in ländlichen Gegenden. Denn der absolute Spitzenreiter in Sachen Kaufkraft in Deutschland ist der Landkreis Starnberg im tiefsten Bayern – mit einem Kaufkraft-Index von 147,9 Prozent.

Eine Studie des Marktforschungsinstitutes Gfk prognostiziert für das Jahr 2013 eine Kaufkraftsumme von 1.687,7 Milliarden Euro für Deutschland. Damit werden die Deutschen 554 Euro mehr für Konsum, Miete oder andere Lebenshaltungskosten haben als noch 2012. Im Schnitt sind das 20.621 Euro pro Kopf.

Auch wenn Städte wie Hamburg, München und Frankfurt am Main traditionell auf der Gewinnerseite liegen: Wenn es darum geht, wer am meisten Geld für den Konsum übrig hat, sind es doch die Landkreise, in denen die kaufkraftstarken Menschen leben. Allein auf der Top-25-Liste sind 20 Landkreise. Und: Die Stadt mit dem höchsten Kaufkraftindex – München (Kaufkraft: 28.247 Euro; Index 137,0) – liegt abgeschlagen auf Platz fünf – hinter den Landkreisen Starnberg, Hochtaunuskreis, München und Main-Taunus-Kreis.

Insgesamt kommt Bayern gar nicht schlecht weg: Im Bundesländervergleich liegt es auf Platz 2 – (Kaufkraft-Index: 109,2) – gleich hinter Hamburg (Kaufkraft-Index: 110,4). Und von den zehn Top-Stadt- oder Landkreisen liegen immerhin sieben in Bayern.

Und doch liegen Arm und Reich manchmal nah beieinander, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen. Während die Landeshauptstadt Düsseldorf mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 25.033 Euro und einem Index von 121,4 Prozent es auf Platz elf des Rankings schafft, sieht das 30 Kilometer weiter nördlich ganz anders aus: In Duisburg haben die Bewohner rund 7.100 Euro – 29 Prozent – pro Kopf weniger zum Ausgeben zur Verfügung als in Düsseldorf – und liegen damit auch rund 20 Prozent unter dem deutschlandweiten Schnitt.

Und dann gibt es noch die Regionen – auch die ländlichen – die weit unter dem Schnitt liegen. Und das sind vor allem Land-und Stadtkreise im Osten. Die Menschen im Osten Deutschlands haben bis zu 18 Prozent weniger Geld in der Tasche als die Länder im Westen. Das Schlusslicht des Rankings wird 2013 der Landkreis Görlitz in Sachsen sein. Dort liegt der Index bei 76,1 Prozent. In der gleichen Liga befindet sich der Elbe-Elster-Kreis in Brandenburg (Index: 77,3) und der Kyffhäuserkreis in Thüringen (Index: 77,4).

Damit reicht die Kluft zwischen arm und reich in Deutschland von knapp 50 Prozent über dem Durchschnitt in Starnberg bis zu rund 24 Prozent unter dem Landesschnitt in Görlitz.

Kommentare (26)

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goldeneye

12.12.2012, 07:38 Uhr

Man muss sich fragen, WIE die das Vermögen vermehren?
Auf den Banken gibt es ja keinen Zins. Also, WIE vermehrt sich die Kohle?

DieGierigen

12.12.2012, 07:56 Uhr

Wer sind denn die "DEUTSCHEN" ??
Bei mir wird's immer weniger.

Als "ECHTER DEUTSCHER" frage ich mich schon wer die "Kohle" hier scheffelt ? Benzinpreis, Strom, Versicherungen etc. werden immer teuerer.
Also wer sind denn die "DEUTSCHEN" ? Winterkorn und seines Gleichen ?

hulio

12.12.2012, 07:56 Uhr

Nobody, so ein Schwachsinn !! Ein Zeitarbeiter in München bekommt 1500.- Brutto un kann nicht mal Holz sammeln. Neid mach blöd oder !!!!

Hulio

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