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09.01.2012

12:07 Uhr

Kein Nachfolger

Merkel denkt nicht an Rücktritt Wulffs

Trotz des anhaltenden Drucks auf Christian Wulff sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel keinen Grund, über einen Rücktritt des Bundespräsidenten nachzudenken. Es gebe auch keine Absprache über einen möglichen Nachfolger.

Er bekommt offenbar Rückhalt von der Kanzlerin in der Krise: Bundespräsident Christian Wulff und Angela Merkel. dapd

Er bekommt offenbar Rückhalt von der Kanzlerin in der Krise: Bundespräsident Christian Wulff und Angela Merkel.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel sieht keinen Anlass, sich über einen möglichen Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff Gedanken zu machen. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es gebe auch keine „wie immer geartete Absprache“ der Koalitionspartner über einen möglichen Nachfolger im Falle eines Rücktritts des Bundespräsidenten.

Ein für diese Woche vorgesehenes Treffen zwischen Wulff und Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) sei lange geplant, sagte Seibert. Die Kanzlerin selbst trifft Wulff am Donnerstag bei einem Neujahrsempfang im Schloss Bellevue. „Sie freut sich auf das Wiedersehen mit dem Bundespräsidenten bei dieser Gelegenheit.“

Von

dpa

Kommentare (11)

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Radiputz

09.01.2012, 12:30 Uhr

Mein Gott, diese ewige "Freuerei" der Bundeskanzlerin bei jedem Anlass und jeder Gelegenheit wirkt inzwischen mehr als lächerlich und unsäglich aufgesetzt.
Sie sollte sich wirklich mal lingual-politisch beraten lassen.

meyer2011

09.01.2012, 12:39 Uhr

Wer Wulff kennt, der weiß, er wird niemals freiwillig zurücktreten. Er ist ein Machtmensch, der es, wenn um seine Person geht, nicht ehrlich und uneinsichtig ist. Der Bundespräsident ist hier nicht Opfer einer Kampagne, sondern er selbst hat sich durch seine Fehler in diese Lage gebracht.

Was erwarten wir von einem Bundespräsidenten? Er sollte gewisse Werte durch sein Handeln verkörpern, hierzu zählen Ehrlichkeit, Offenheit, Weitsichtigkeit und Selbstlosigkeit. Diese hat und wird Christian Wulff nie verkörpern. Aus diesem Grund ist Herr Wulff ungeeignet für dieses Amt.

Dass Herr Wulff ungeeignet für dieses Amt ist, haben mittlerweile eigentlich alle Spitzenpolitiker auch erkannt. Aus parteipolitischen Kalkül heraus wettern allerdings die einen für den Verbleib, während die anderen ihn gerne "absägen" würden, aber ebenfalls aus parteipolitischen Interesse heraus, sich nicht als "Königsmörder" darstellen möchten.

Die Folge wird sein, dass wir weiterhin mit einem Bundespräsidenten Wulff leben müssen, der so schwach als Person sein wird, dass er sein Amt eigentlich gar nicht ausüben kann.

Wenn Christian Wulff denn bis zum Ende durchhält, wird er das Amt des Bundespräsidenten soweit "heruntergewirtschaftet" haben, dass es sich nur noch, wie er schon sagt, um ein Abbild der Gesellschaft handelt, so dass es überflüssig ist. Vielleicht geht er dann doch noch in die Geschichte als der letzte Bundespräsident ein.

Man kann nur an alle Parteien appellieren, dieses zu verhindern.

PeinlichePresse

09.01.2012, 12:40 Uhr

Noch lächerlicher würde es wirken, würde die Kanzlerin auf die peinliche Medienschelte auch nur einen Pfifferling setzen und sich hiervon ins Bockshorn jagen lassen. Schlimmer geht es nicht mehr in diesem Land.

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