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12.04.2006

13:13 Uhr

Keine Annäherung in Bayern

Metall-Tarifverhandlungen ergebnislos vertagt

Die Tarifverhandlungen für die rund 710 000 Beschäftigten der bayerischen Metall- und Elektroindustrie sind am Mittwoch nach der vierten Runde ergebnislos vertagt worden. IG Metall und Arbeitgeber erklärten, es habe keinerlei Annäherung gegeben.

HB MÜNCHEN. „Die IG Metall ist auf unsere weit reichenden Vorschläge leider nicht eingegangen“, sagte Bertram Brossardt vom Arbeitgeberverband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie nach dem nur gut einstündigen Treffen. Am 19. April sollen die Gespräche fortgesetzt werden.

Die Arbeitgeber haben für die Beschäftigten der Branche für 2006 und 2007 eine Lohnerhöhung von 1,2 Prozent angeboten. Hinzu sollen zwei Einmalzahlungen von 0,6 Prozent im laufenden Jahr und 0,4 Prozent im nächsten Jahr kommen, abhängig von der Ertragslage des jeweiligen Unternehmens. Damit habe die Gewerkschaft sehr schlechte Erfahrungen gemacht, sagte deren Verhandlungsführer Richard Polzmacher.

„Die Arbeitgeber haben das gleiche Pseudo-Angebot vorgelegt wie in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen“, sagte Polzmacher. Die Arbeitnehmer verlangten allerdings deutlich mehr als die vorgeschlagene Erhöhung. „Die Erwartung ist auf jeden Fall über drei Prozent bei den Kolleginnen und Kollegen“, fügte er hinzu.

Am kommenden Mittwoch wollen sich die Tarifparteien zu einer weitere, fünften Verhandlungsrunde treffen. „Wenn es ein höheres Angebot gibt, werden wir weiter verhandeln“, kündigte Polzmacher an. Im direkten Anschluss an die Gespräche am 19. April tage die Tarifkommission der bayerischen IG Metall. Das Gremium könnte gegebenenfalls dann bereits über ein Scheitern der Verhandlungen entscheiden. Auch in anderen Tarifbezirken sind die Verhandlungen festgefahren.

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