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03.06.2013

08:04 Uhr

Keine Perspektive

Ältere Arbeitslose finden kaum neue Jobs

Arbeitslose über 50 haben erhebliche Schwierigkeiten, überhaupt nochmal eine Arbeitsstelle zu finden. Das ergab die Auswertung eines Programms des Arbeitsministeriums. Die Grünen kritisieren nutzlose „Sonntagsreden”.

Vor allem ältere Jobsuchende sind zunehmend entmutigt vom Arbeitsmarkt. ap

Vor allem ältere Jobsuchende sind zunehmend entmutigt vom Arbeitsmarkt.

BerlinTrotz des Fachkräftemangels erhalten ältere Arbeitslose über 50 kaum eine Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Das hat nach Informationen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ eine aktuelle Auswertung des Programms „Perspektive 50plus“ des Bundesarbeitsministeriums ergeben. Danach hätten sich lediglich 16 Prozent der über 50-Jährigen länger als ein halbes Jahr im neuen Beschäftigungsverhältnis halten können. Der Rest habe vorher wieder ausscheiden müssen.

„Die Diskrepanz zwischen Sonntagsreden und tatsächlicher Einstellungspraxis der Arbeitgeberseite, die die älteren Menschen einfach links liegen lässt, ist erheblich - allen Rufen nach Fachkräften zum Trotz“, sagt die Grünen-Politiker Brigitte Pothmer, die die aktuellen Zahlen beim Bundesarbeitsministerium abgefragt hatte, dem Blatt.

Obwohl rund 60 Prozent der Teilnehmer des Programms eine abgeschlossene Berufsausbildung, einen Meisterbrief oder gar ein Hochschuldiplom hätten, seien sie zwischen 2003 und 2013 etwa 4,5 Jahre arbeitslos gewesen, heißt es in dem Bericht. Etwa zehn Prozent hätten sogar nie eine Beschäftigung gefunden.

Von

dpa

Kommentare (14)

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Gast

03.06.2013, 08:24 Uhr

Dazu bedurfte es einer Auswertung von wasauchimmer, sowie gleich wieder Wahlkampf-Kindergeschrei?

Und niemand sieht wie lächerlich das Ganze ist...Mal gespannt, ob's die Bild wieder sonst wie verdreht.

Account gelöscht!

03.06.2013, 08:37 Uhr

Womit die Lüge vom angeblichen Fachkräftemangel wieder als solche entlarvt ist.

Account gelöscht!

03.06.2013, 08:40 Uhr

Beim "Fachkräfte-Mangel" geht es um billige Propaganda, ausländische "Fachkräfte" ins Land zu bekommen (oder zumindest damit glaubhaft zu drohen), um Druck auf die Löhne der Einheimischen zu machen - dieser ergibt sich immer, wenn man ein ausreichend großes Potential an Arbeitslosen des entsprechenden Etiketts hat (das gilt auch dann, wenn diese in der Arbeitslosenstatistik nicht erscheinen, weil man sie hinausdefiniert hat). Bei den "Nicht-Fachkräften" bzw. unteren Einkommensgruppen hat das ja schon hervorragend geklappt. Jetzt sind halt die oberen dran. Versuche mittels "Fachkräfte-Mangel"-Propaganda wurden schon seit Jahren immer wieder vergeblich versucht (in einzelnen Bereichen mag es diesen sogar geben, um so besser, dann hat man "repräsentative" Beispiele).

Der Arbeitnehmer ist mittlerweile ein Wegwerfprodukt geworden. Warum selber ausbilden, wenn man ihn vom ausreichend großen Arbeitslosenpool schon genau passend anheuern kann, ein paar Jahre auspressen und dann wegwerfen. Der nächste bitte!

PS: man erinnere sich an die Zeit der Internetblase und "Inder statt Kinder". Dies ist damals gescheitert, weil überhaupt keine Inder kamen, die zu den deutschen Bedingungen arbeiten wollten oder konnten. Wenn jemannd in Indien die entsprechende "Facharbeiter"-Qualifikation hat (und zwar wirklich, nicht nur dem Etikett nach) dann lebt er DORT wie ein König, nicht wie ein Durchschnittsverdiener in Deutschland.

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