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22.05.2011

19:25 Uhr

Keine Schlappe für Rösler

FDP redet Wahldebakel klein

Die Wähler in Bremen haben die FDP ins politische Nirwana geschickt. Doch die Liberalen wollen das desaströse Ergebnis nicht als Rückschlag werten, schon gar nicht für ihren Partei-Sanierer Rösler.

Bremen

Die FDP will den Ausgang der Bremen-Wahl nicht als erste Schlappe für den neuen Parteichef Philipp Rösler gewertet wissen. Die Bürgerschaftswahl sei keine Abstimmung über den Neuanfang der FDP gewesen, sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner am Sonntag in der ARD. Die Liberalen hätten gerade erst damit begonnen, nach ihrer Neuaufstellung Vertrauen zurückzugewinnen.

Prognosen zufolge verpasste die FDP mit drei Prozent klar den Wiedereinzug in das Landesparlament. Die rot-grüne Koalition kann demnach ihr Regierungsbündnis in der Hansestadt gestärkt fortsetzen. Den Prognosen von ARD und ZDF zufolge kamen SPD und Grüne zusammen auf eine deutliche absolute Mehrheit. Erstmals überholten die Grünen die CDU als zweitstärkste Kraft in der Bürgerschaft.

Der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki zeigte sich vom Scheitern seiner Partei nicht überrascht. Das Ergebnis sei jedoch sehr bedauerlich. Der liberale Spitzenkandidat Oliver Möllenstädt und sein Team hätten einen engagierten Wahlkampf geführt.

"Eine große Überraschung ist dieses Ergebnis allerdings nicht: Nach wie vor leiden die Landesverbände unter dem Bundestrend, und der hat sich - eine Woche nach dem Bundesparteitag in Rostock und der Wahl eines neuen Bundesvorsitzenden - noch nicht umkehren lassen", sagt Kubicki am Sonntagabend.

Angesichts des Wahldebakels wächst bei den Liberalen in Mecklenburg-Vorpommern die Nervosität. FDP-Landeschef Christian Ahrendt forderte von der Bundespartei ein "klares Signal" an die FDP-Wähler noch vor der Sommerpause. Wenn in seinem Bundesland im September gewählt wird, sagte Ahrendt dem "Tagesspiegel", dann müssten die FDP-Anhänger sehen, dass die FDP auch liefern könne, was sie vor der Bundestagswahl versprochen hat. "Nur so kann verlorene Glaubwürdigkeit zurück gewonnen werden". Konkret forderte Ahrendt, auf den Solidaritätszuschlag zu verzichten. Zur Finanzierung der Förderung Ostdeutschlands würden in diesem Jahr rund 8 Milliarden Euro ausgegeben. Der Solizuschlag spüle jedoch 12 Milliarden in die Kasse des Bundes. "Ostdeutschland braucht den Soli nicht mehr", sagte Ahrendt. Die Abschaffung wäre ein Signal an die Menschen, dass sie finanziell entlastet werden. Der Soli beträgt 5,5 Prozent des Bruttoeinkommens.

Kommentare (6)

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gerhard

22.05.2011, 20:10 Uhr

" Die FDP will den Ausgang der Bremen-Wahl nicht als erste Schlappe für den neuen Parteichef Philipp Rösler gewertet wissen. Die Bürgerschaftswahl sei keine Abstimmung über den Neuanfang der FDP"

Na - ob da die FDP ihren Kopf wie Vogel Strauss nicht einfach in den Sand steckt - und sich tröstet - ich sehe nichts!

Die Uhr ist für die FDP nicht fünf Minuten vor sondern schon nach zwölf.
Und Westerwelle war der erste Streich und der zweite folgt so gleich : Rösler

Wenn der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki vom Scheitern seiner Partei nicht überrascht war und dann nur sagt, "das Ergebnis sei jedoch sehr bedauerlich"
- na - dann weiter so - das Ende kommt langsam -aber es kommt. Dagegen müsste man schon etwas tun - aber es sieht bei der FDP nicht danach aus!

Account gelöscht!

23.05.2011, 10:34 Uhr

Welche Möglichkeiten hatte denn Rösler in der einen Woche sein politischen Profil in der FDP durchzusetzen? Lasst ihm doch erstmal ein paar Wochen Zeit. Dann kommt das auch beim Wähler an und die FDP wird wieder über 5% landen.

Gott sei dank.

Realist

23.05.2011, 11:00 Uhr

bei diesen wahlergebnissen müßte die koalition in berlin

sofort aufgelöst werden .

rösler ist eine sternschnuppe .

bahr (gm)der fdp untergangs-komet (neue pflege-ref)!

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