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18.07.2011

13:22 Uhr

„Keine Vorstellung von Europa“

Ex-Kohl-Berater spricht Merkel jegliche Euro-Kompetenz ab

In der Diskussion über Auswege aus der Euro-Schuldenkrise gerät mehr und mehr Merkel ins Kreuzfeuer der Kritik. Nicht nur ein früherer Kanzlerberater zweifelt an ihrer Kompetenz, auch in der CDU wird Kritik laut.

Angela Merkel. Quelle: dapd

Angela Merkel.

BerlinDer einstige außenpolitische Berater von Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl, Horst Teltschik, hat die Europapolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf kritisiert. Teltschik sagte dem Berliner „Tagesspiegel“ mit Blick auf Merkel: „Sie entwickelt keine Vorstellung von der Zukunft Europas, obwohl das gerade jetzt notwendig wäre. Auf die systemische Krise muss Europa eine systemische Antwort finden. Es ist doch offensichtlich, dass wir eine gemeinsame europäische Haushalts-, Schulden- und Finanzpolitik brauchen.“

Kohl selbst hatte am Wochenende einen Bericht dementiert, wonach er Merkels Europapolitik als „sehr gefährlich“ kritisiert haben soll. In der „Bild“-Zeitung sagte Kohl, richtig sei aber: „Ich bin - wie viele - besorgt über die Entwicklung in Europa und des Euro.“ Er sehe es aber als dringend notwendig an, dass die vermeintliche Euro-Krise nicht als Strukturkrise des Euro an sich verstanden werde, sondern als das, was sie sei: „Das Ergebnis hausgemachter Fehler und Herausforderungen für beide Seiten - Europa und die Nationalstaaten.“

Der CSU-Wirtschaftsexperte Erwin Huber verlangt von der Bundesregierung „klare Konzepte“ beim Vorgehen gegen die EU-Schuldenkrise. Huber kritisierte am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München, derzeit gebe es unterschiedliche Äußerungen von Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zum Ausmaß der Probleme. In dieser Woche müsse jedoch eine deutliche und nachhaltige Entscheidung fallen, „um den Euro zu retten“.

Das CSU-Präsidiumsmitglied Manfred Weber mahnte, die „gesamte Führungsspitze der Union“ müsse den Bürgern stärker als bisher erklären, warum ein stabiler gemeinsamer Währungsraum in Europa notwendig sei. Dabei sei auch die Kanzlerin gefordert.

Kommentare (35)

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Profit

18.07.2011, 13:29 Uhr

Wer ist Teltschik?

EinaugeUnterBlinden

18.07.2011, 13:37 Uhr

... Teltschik muß man nun wirklich nicht kennen. Aber recht hat er trotzdem. Merkel gehört die Haut abgezogen, in Salzsäure eingelegt und dann vor Fukushima versenkt. Bin sicher, daß ich mit dieser Meinung nicht alleine dastehe.

nerven-liegen-blank

18.07.2011, 13:40 Uhr

...das ist das mindeste was man über die dame sagen kann !
vorgezogene neuwahlen und das albtraum hat ein ende !!!

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