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09.05.2012

18:20 Uhr

Kernkraftwerke

Verdi ruft AKW-Wachpersonal zu Warnstreik auf

Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem Warnstreik an drei Standorten aufgefordert. Sie verlangt einen Sozialtarifvertrag für das Wachpersonal von Kernkraftwerken. So sollen die Folgen des Atomausstiegs abgemildert werden.

Das Kernkraftwerk in Neckarwestheim. dapd

Das Kernkraftwerk in Neckarwestheim.

Berlin/StuttgartAngesichts des Atomausstiegs hat die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks des Wachpersonals der Atomkraftwerke aufgerufen. Im Kampf für einen Sozialtarifvertrag werde das Personal der Akw Obrigheim, Neckarwestheim und Philippsburg am Donnerstag zwischen 06.00 und 08.00 Uhr die Arbeit niederlegen, kündigte Verdi am Mittwoch an. Die Beschäftigten sähen keinen anderen Weg, um Druck auf Arbeitgeber zu machen.

Verdi fordert einem Sozialtarifvertrag, um die Folgen des Atomausstiegs für die bis zu 1500 Mitarbeiter des Wachpersonals an den 17 Standorten abzumildern. Die Beschäftigten der Sicherheitsdienste der Kernkraftwerke sind nicht bei den Energiekonzernen selbst beschäftigt, sondern bei Sicherheitsunternehmen. Anders als für das Kraftwerkspersonal gibt es für die Wachleute bislang keinen Sozialtarifvertrag und keine Vorruhestandsregelungen im Zusammenhang mit dem Atomausstieg.

Verdi fordert zum einen, dass Mitarbeiter vom 55. Lebensjahr an in Altersteilzeit gehen können. Darüber hinaus sollen für jüngere Beschäftigte Arbeitszeitkonten eingeführt werden, die sich an der Restlaufzeit der Atomkraftwerke orientieren. Als Abfindungen verlangt Verdi pro Beschäftigungsjahr 75 Prozent des Bruttogehalts. Das könnte auf bis zu 30.000 Euro je Mitarbeiter hinauslaufen, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ am Mittwoch berichtete. Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft lehnt die Gewerkschaftsforderungen ab.

Von

afp

Kommentare (1)

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SteuerKlasseEins

09.05.2012, 18:48 Uhr

Typisch Deutschland - erst vernichten wir c.a. 100 Milliarden an Werten durch frühzeitige Abschaltung der AKW, dann "mildern" wir die Folgen durch Umverteilung von einem Geldbeutel in den anderen.

Diese "Gutmenschen" werden solange diese "guten Taten" vollbringen, bis ihnen dann das Geld anderer Leute (in diesem Fall die Stromversorger und Stromkunden) ausgeht.

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