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22.08.2014

11:19 Uhr

KfW-Studie

Ein Fünftel der deutschen Gründer sind Migranten

Viele Migranten starten laut der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in die Selbstständigkeit von Beginn an mit Mitarbeitern. Die Abbruchquote ist laut Studie relativ hoch, was jedoch nicht an der Staatsangehörigkeit liege.

Migranten mit ausländischer oder mit deutscher Staatsangehörigkeit gründen laut KfW häufiger als im Durchschnitt ein eigenes Unternehmen. dpa

Migranten mit ausländischer oder mit deutscher Staatsangehörigkeit gründen laut KfW häufiger als im Durchschnitt ein eigenes Unternehmen.

Frankfurt/MainGut ein Fünftel aller Gründer hierzulande sind einer Studie der KfW zufolge Migranten. Im vergangenen Jahr betrug ihr Anteil 21 Prozent, wie die KfW am Freitag in Frankfurt am Main mitteilte. Migranten mit ausländischer oder mit deutscher Staatsangehörigkeit gründen demnach häufiger als im Durchschnitt ein eigenes Unternehmen, und sie gründen häufiger von Beginn an mit Beschäftigten.

In den Jahren 2008 bis 2013 beschäftigten im Schnitt 42 Prozent von ihnen Mitarbeiter, während dies bei allen Gründern nur 29 Prozent tun. „Die Gründungsprojekte von Migranten sind für das Gründungsgeschehen in Deutschland von wesentlicher Bedeutung“, folgert die KfW-Studie.

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Den Angaben zufolge sind Menschen mit früherer oder aktueller türkischer Staatsangehörigkeit bei Migranten am stärksten unter den Gründern – jeder fünfte ist laut Studie dieser Herkunft. Die Abbruchquote ist laut Studie relativ hoch; nach einem Jahr bestehen 15 Prozent der Unternehmen nicht mehr, nach drei Jahren 30 Prozent.

Die Quote ist höher als im Durchschnitt aller Gründer. Dies liege jedoch nicht an der Staatsangehörigkeit, betonte die KfW: Viele Migranten starteten jung in die Selbstständigkeit, aus der Arbeitslosigkeit oder mit einem Handelsunternehmen. Dies seien alles Merkmale, die „mit einer geringeren Bestandsfestigkeit von Gründungsprojekten“ einhergingen.

Von

afp

Kommentare (5)

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Herr richard roehl

22.08.2014, 12:06 Uhr

Was sagen solche Zahlen schon aus? Ein bedeutender Anteil dürfte ohnehin aus Alibigründungen bestehen zur Erschleichung eines Aufenthaltsanspruchs

Herr Peter Spiegel

22.08.2014, 12:30 Uhr

Ja, Selbstständiger mit Harz-Bezug, die Bekannten arbeiten natürlich auch in dem Laden auf Harzbasis.

Herr Johann Brädt

22.08.2014, 13:08 Uhr

https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-Nr.-67-August-2014.pdf

Der Link zur Untersuchung

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