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13.07.2015

13:38 Uhr

Kindergeld

Mehr Geld für Familien im September

Vier Euro pro Kind: Frühestens im September erhalten Familien die für vergangenen Januar angekündigte Erhöhung des Kindergeldes. Die Nachzahlung soll im Oktober folgen. Zu spät und zu wenig, kritisieren Familienverbände.

Ein Zusatzschild eines Verkehrsschildes zeigt eine Familie mit Kinderwagen: Familien sollen ab September mehr Geld bekommen. dpa

Familie

Ein Zusatzschild eines Verkehrsschildes zeigt eine Familie mit Kinderwagen: Familien sollen ab September mehr Geld bekommen.

NürnbergFamilien werden die zum 1. Januar beschlossene Kindergelderhöhung von vier Euro je Kind frühestens im September auf ihren Konten sehen. Dann zahle die Familienkasse erstmals die erhöhten Kindergeldbeträge an die 8,9 Millionen Berechtigten aus, teilte die zuständige Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag in Nürnberg mit.

„Die Nachzahlung seit Januar 2015 erfolgt in einem Betrag spätestens ab Oktober 2015“, heißt es in einer BA-Mitteilung ergänzend. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte sich im Frühjahr darauf verständigt, das Kindergeld rückwirkend zum Januar 2015 um 4 Euro monatlich anzuheben.

Damit erhöht sich der Betrag für das erste und zweite Kind von 184 auf 188 Euro, für das dritte Kind von 190 auf 194 Euro und für jedes weitere Kind von 215 auf 219 Euro pro Monat. Im Januar 2016 soll das Kindergeld dann um weitere 2 Euro steigen. Für die ersten beiden Kinder würden dann monatlich jeweils 190 Euro, für das dritte Kind 196 Euro und für jedes weitere Kind 221 Euro auf das elterliche Konto überwiesen.

Kinder in Deutschland

Neugeborene

2013 kamen gut 682 000 Kinder zur Welt - das waren 8500 mehr Neugeborene als im Jahr zuvor.

Alter der Mütter

Das Durchschnittsalter der Mutter lag bei 29 Jahren, bei 3 Prozent der Erstgeburten war die Mutter älter als 40.

20 Prozent: alleinerziehend

Mehr als 136 000 minderjährige Kinder waren 2013 von der Scheidung ihrer Eltern betroffen, 20 Prozent aller Eltern in Deutschland waren alleinerziehend.

Jede siebte Familie ist kinderreich

Nur jede siebte Familie gilt als kinderreich, hat also 3 oder mehr Kinder im Haushalt.

Minderjährig

Es gab 2013 8,1 Millionen Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind. Von den insgesamt 18,6 Millionen Kindern in diesen Familien waren 13,6 Millionen unter 18.

Kinder in Armut

Laut Unicef mussten zwischen 2000 und 2010 8,6 Prozent der Kinder in Deutschland mehrere Jahre lang in Armut leben.

Akute Gefährdung für Kinder

Laut Studie zeigt rund ein Fünftel der Kinder von drei bis 17 Jahren psychische Auffälligkeiten, Jungen häufiger als Mädchen. Bei 17.000 Kindern und Jugendlichen haben die Jugendämter 2013 eine akute Gefährdung festgestellt – es ging um Vernachlässigung, seelische und körperliche Misshandlung sowie sexuelle Gewalt.

Alkohol bei Jugendlichen#

Mehr als die Hälfte der 11- bis 17-Jährigen hat einer Studie zufolge schon einmal Alkohol getrunken. Bei 15,8 Prozent ist der Alkoholkonsum riskant.

„Das sogenannte Familienpaket ist bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein“, kritisierte etwa die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen, Katja Dörner. Auf Hartz-IV-Leistungen angewiesene Familien, „die Unterstützung besonders nötig haben, gehen leer aus“, bemängelte sie. „Eine tatsächlich familienfreundliche Politik lässt sich in diesem Paketchen nicht erkennen.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

14.07.2015, 12:34 Uhr

Warum wird das Kindergeld nicht auf Höhe der Diäten erhöht, wie sich die Politiker laufend unverschämterweise nehmen??? Geld für unsere Kinder ist genug da, so auch unser Bundespräsident!

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