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17.03.2014

16:37 Uhr

Kinderpornografie

BKA arbeitet mit privaten IT-Experten zusammen

In Ermittlungsverfahren gegen Kinderpornografie greift das BKA auf private IT-Unternehmen zurück – anscheinend auch in der Edathy-Affäre. Die Linkspartei sieht das kritisch und meldet weiteren Klärungsbedarf an.

Kinderpornografische Bilder auf einem Polizei-Computer: Das BKA greift bei Ermittlungen gegen Kinderpornos auf private IT-Unternehmen zurück. dpa

Kinderpornografische Bilder auf einem Polizei-Computer: Das BKA greift bei Ermittlungen gegen Kinderpornos auf private IT-Unternehmen zurück.

DüsseldorfDas Bundeskriminalamt (BKA) arbeitet in Ermittlungsverfahren gegen Kinderpornografmit IT-Unternehmen aus der Privatwirtschaft zusammen. Dies antwortete die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion. Seit 2010 sollen externe IT-Experten in mindestens 18 Ermittlungsverfahren wegen Kinderpornografie mitgearbeitet haben. Insbesondere die Auswertung sichergestellter Computer und Festplatten falle in den Aufgabenbereich von IT-Unternehmen wie der Altse Technologies GmbH, Ernst & Young GmbH und die Fast-Detect GmbH München.

Die Linkspartei sieht diese Praxis kritisch. „Wenn bei der Sicherung von eventuell strafrechtlich relevanten Material auf private Dienstleister zurückgegriffen wird, stellt sich eine Reihe von Fragen: zur öffentlichen Sicherheit, Datensicherheit oder auch zur Belastung der Menschen, die mit dieser Arbeit zu tun haben“, sagte Jan Korte Spiegel Online. Weitere Aufklärung sei notwendig, um den Einbezug externer Fachkräfte endgültig zu klären.

Im Rahmen der kanadischen Polizeiaktion „Spade“, die auch die Erkenntnisse über den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy zu Tage förderte und rund 800 Kunden eines Kinderporno-Anbieters entlarvte, sollen ebenfalls deutsche IT-Unternehmen tätig gewesen sein. Der Geschäftsführer eines der vom BKA beauftragten Unternehmen bestätigte dies Spiegel Online. Er habe Festplatten von „öffentlichen Amtsträgern“ untersucht, die im Verdacht des Besitzes von kinderpornografischen Materials stehen.

Von

skr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

17.03.2014, 17:47 Uhr

Hat Herr Edathy denn schon einige Kunsthistoriker seiner Wahl als Beistand zu seinen jüngst geäußerten künstlerischen Ambitionen benannt? Wird jetzt auch das Jesus-Kind in der Krippe als pädophiler Anreiz betrachtet .... und ggf. verboten, weil es Herr Edathy so darstellt, dass selbst Putten (kleine nackte Engel)sein Interesse wecken?

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