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24.05.2017

10:27 Uhr

Kirchentag und DFB-Pokalfinale

Vertrauen in Sicherheitskonzept

Gleich zwei Großveranstaltungen finden an diesem Wochenende in Berlin statt. Berlins Innensenator Andreas Geisel vertraut dem Sicherheitskonzept. 6000 Einsatzkräfte sollen die Stadt vor einem Terroranschlag schützen.

Sicherheitsmaßnahmen

Nach Berlin-Attentat: Hohe Sicherheit für den Kirchentag

Sicherheitsmaßnahmen : Nach Berlin-Attentat: Hohe Sicherheit für den Kirchentag

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BerlinBerlins Innensenator Andreas Geisel ist optimistisch, dass die Stadt mit ihrem Sicherheitskonzept für das kommende Wochenende mit zwei Großveranstaltungen gut gerüstet ist. „Wir werden einen bunten, fröhlichen, offenen Kirchentag in Berlin erleben und hoffentlich wunderschönen Fußball beim Pokalfinale“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Inforadio des RBB. Rund 6000 Einsatzkräfte sollen nach seinen Worten sicherstellen, dass es nicht zu einem Terroranschlag wie in Manchester kommt. „Die Berliner Polizei ist erfahren in solchen Großlagen. Wir sind die Hauptstadt der Demonstrationen“, sagte Geisel.

Terrorismus in europäischen Metropolen

Paris - 20. April 2017

Auf dem Pariser Boulevard Champs-Élysées schießt ein Islamist mit einem Sturmgewehr in einen Polizeiwagen. Ein Beamter wird getötet, zwei weitere Polizisten und eine deutsche Passantin werden verletzt. Die Polizei erschießt den Angreifer, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamiert die Attacke für sich.

Stockholm - 7. April 2017

Ein gekaperter Lastwagen rast in einer Einkaufsstraße erst in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus. Fünf Menschen werden getötet, 15 verletzt. Noch am selben Tag nimmt die Polizei einen 39-jährigen Usbeken unter Terrorverdacht fest.

London - 22. März 2017

Ein Attentäter steuert ein Auto absichtlich in Fußgänger auf einer Brücke im Zentrum Londons und ersticht anschließend einen Polizisten. Von den Opfern auf der Brücke erliegen vier ihren Verletzungen. Sicherheitskräfte erschießen den Täter.

Paris - Februar, März 2017

Auf dem Flughafen Orly versucht ein Mann, einer patrouillierenden Soldatin das Gewehr zu entreißen, und wird erschossen. Erst Anfang Februar war nahe dem Louvre-Museum ein Ägypter niedergeschossen worden, der sich mit Macheten auf eine Militärpatrouille gestürzt hatte.

Berlin - Dezember 2016

Kurz vor Weihnachten wird die Hauptstadt zum Ziel eines Terroranschlags. Zwölf Menschen kommen um, als ein IS-Anhänger einen gekaperten Lkw in einen Weihnachtsmarkt steuert. Wenige Tage später wird der 24 Jahre alte Tunesier bei einer Polizeikontrolle nahe Mailand erschossen.

Nizza - Juli 2016

Ein Attentäter rast mit einem Lastwagen auf der Strandboulevard in eine Menschenmenge. Mindestens 86 Menschen sterben. Der IS ist nach Angaben seines Verlautbarungsorgans Amak für den Anschlag verantwortlich.

Brüssel - März 2016

Mit mehreren Bomben töten islamistische Attentäter am Flughafen der belgischen Hauptstadt und in einer Metrostation 32 Menschen.

Istanbul - Januar 2016

Ein Selbstmordattentäter des IS zündet im historischen Zentrum mitten in einer deutschen Reisegruppe eine Bombe und reißt zwölf Deutsche mit in den Tod.

Paris - November 2015

Bei einer koordinierten Anschlagsserie am Stade de France, mehreren Restaurants und dem Musikklub „Bataclan“ töten IS-Anhänger 130 Menschen, Hunderte werden verletzt.

Kopenhagen - Februar 2015

Ein arabischstämmiger 22-Jähriger feuert auf ein Kulturcafé, ein Mann stirbt. Vor einer Synagoge erschießt der Attentäter einen Wachmann, bevor ihn Polizeikugeln tödlich treffen.

Paris - Januar 2015

Bei einem Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und einen koscheren Supermarkt sterben 17 Menschen. Die beiden Täter kommen später bei einer Polizeiaktion ums Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al-Kaida.

Brüssel - Mai 2014

Im Jüdischen Museum erschießt ein französischer Islamist vier Menschen. Kurz darauf wird er festgenommen. Als selbst ernannter „Gotteskrieger“ hatte er zuvor in Syrien gekämpft.

London - Juli 2005

Vier Islamisten mit britischem Pass zünden in der U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen sterben, etwa 700 werden verletzt.

Madrid - März 2004

Bei islamistisch motivierten Bombenanschlägen auf Pendlerzüge sterben in der spanischen Hauptstadt 191 Menschen, rund 1500 werden verletzt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte Berlin zuvor zusätzliche Unterstützung angeboten. „Wenn es sich aufgrund der Lageentwicklung als nötig erweist, auf Bundeskräfte zurückzugreifen, dann werde ich das selbstverständlich auch tun“, sagte Geisel. Derzeit sei die Stadt aber gut aufgestellt. Auch Videoüberwachung werde es geben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

24.05.2017, 12:28 Uhr

In Hamburg auf dem Kirchentag hatte man auch vertrauen zum Senat und Bürgermeister Olav Scholz, der ebenso von der Sicherheit überzeugt war.

Was man vergessen hatte, dass es immer zu Überraschungen kommen kann, wie
an diesen Tag, als ein brennender Frachter der Munition geladen hatte und 150 m an den Gläubigen vorbeifuhr, bald alle in den Himmel geschickt hätte.

In Berlin gibt es keine Frachter , aber immer mit Überraschungen rechnen.

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