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30.05.2012

03:11 Uhr

Kita-Ausbau

Gabriel fordert nationalen „Krippengipfel“

SPD-Parteichef Sigmar Gabriel hat vor einer Prozesslawine wegen fehlender Kita-Plätze gewarnt. Gabriel fordert: "endlich richtig in den Kita-Ausbau zu investieren".

Kinder in einer Kindertagesstätte in Schwerin. dpa

Kinder in einer Kindertagesstätte in Schwerin.

BerlinDie SPD hat die Bundesregierung aufgefordert, einen nationalen "Krippengipfel" einzuberufen, um das drohende Scheitern des Kita-Ausbaus abzuwenden. Parteichef Sigmar Gabriel sagte der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochsausgabe), in knapp 15 Monaten hätten alle Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für ihre ein- und zweijährigen Kinder. Wenn der Ausbau jetzt nicht in Gang komme, drohe eine "Prozesslawine". Doch statt "endlich richtig in den Kita-Ausbau zu investieren", wolle die Regierung "junge Eltern mit dem Betreuungsgeld als Billigangebot abspeisen".

Dafür würden "zwei Milliarden Euro verpulvert", mit denen 200.000 zusätzliche Plätze geschaffen werden könnten. Familienministerin Kristina Schröder (CDU) müsse jetzt "schleunigst" einen Gipfel einberufen und dort "ein tragfähiges Konzept" vorstellen. An dem Treffen sollten auch Länder und Kommunen teilnehmen. Gabriel sagte: "Für die SPD ist klar: Das Betreuungsgeld ist Unsinn. Die Bundesregierung muss sich jetzt endlich ihrer Verantwortung für den Kita-Ausbau stellen."

An diesem Mittwoch will Schröder dem Bundeskabinett einen "Zehn-Punkte-Plan" zur Beschleunigung des Krippenausbaus vorstellen. Ab dem 1. August 2013 gilt ein "individueller Rechtsanspruch" auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren.

Kommentare (6)

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otto15

30.05.2012, 08:29 Uhr

Krippenplatz für 1 jährige ist Lindesmisshandlung - wer das nicht glaubt, schaue sich an, was bei der 'Abladung' dieser Kleinen in der Kita abläuft.

Account gelöscht!

30.05.2012, 10:01 Uhr

Gut, aber nur unter Mitwirkung des Hells-Angels-Chefs Frank Hanebuth, mit dem Gabriel bei RTL Nachrichten zu sehen war.Danach pflegt Hanebuth auch gute Kontakte zur Politik.

Account gelöscht!

30.05.2012, 10:12 Uhr

Wenn ich nicht mehr weiter weiss, gründ' ich einen Arbeitskreis.

Nach Ausbildungspakt, Fiskalpakt, Konjunkturpakt und all den anderen Pakten kommt jetzt der Betreuungspakt.

Ich habe kein Problem damit, dass unserer Politiker so viel Schwachsinn verzapfen.
Man könnte sie abwählen.
Wenn es Alternativen gäbe.

Mein Problem ist, dieser Schwachsinn ist alternativlos.
An keiner Stelle kündigt sich lösungsorientierte Vernunft an.



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