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11.05.2015

10:06 Uhr

Kita-Streik ausgeweitet

Zehntausende Eltern betroffen

Kommunen sparen an den Gehältern von Erziehern, Sozialarbeitern und Sozialpädagogen. Die Gewerkschaften haben nun zu unbefristeten Streiks aufgerufen. Zehntausende Eltern müssen eine alternative Betreuung organisieren.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hamburger Kitas demonstrieren auf einer gemeinsamen Kundgebung mit Fahnen und Transparenten. dpa

Unbefristete Streiks in Kindergärten und Kitas

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hamburger Kitas demonstrieren auf einer gemeinsamen Kundgebung mit Fahnen und Transparenten.

BerlinDie Gewerkschaften haben den unbefristeten Streik an kommunalen Kindertagesstätten auf alle Bundesländer ausgeweitet. Am Montag legten auch Erzieher in Bayern, Brandenburg und mehreren Großstädten Nordrhein-Westfalens die Arbeit nieder. Zehntausende Eltern in ganz Deutschland mussten eine alternative Betreuung für ihre Kinder organisieren. Neben Erziehern wollten auch Sozialarbeiter und Sozialpädagogen etwa in Jugendzentren in den Ausstand treten.

Die Gewerkschaften fordern eine finanzielle Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe unter anderem durch eine höhere Eingruppierung. Nach Darstellung der kommunalen Arbeitgeber sind die Forderungen – im Schnitt zehn Prozent mehr Lohn – nicht bezahlbar. In den meisten Bundesländern hatten bereits am vergangenen Freitag laut Gewerkschaft Verdi fast 20.000 Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes einen unbefristeten Streik begonnen.

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Viele Firmen bieten Mitarbeitern mit Kindern wegen des Streiks spezielle Betreuungsangebote. Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, erwartet von der Wirtschaft, dass auch sie Druck bei den Kommunen macht. Während die Firmen Mehrkosten für die Ersatzbetreuung der Kinder von Beschäftigten trügen, sparten die Kommunen bei den Gehältern der Erzieher, sagte Tepe der „Bild“-Zeitung (Montag). „Auch die Wirtschaft braucht funktionierende Kitas.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Wolfgang Trantow

11.05.2015, 12:20 Uhr

Kitastreik! Überall klagen die Politiker: Wir haben kein Geld für die Erziehung unserer Kinder = Zukunft. Gleichzeitig nehmen Sie sich in verbrechischer Art und Weise laufend mehr Geld für sich persönlich (Diäten). Für unsere Zukunft ist nie Geld da! Für kriminelle, arbeitsscheue Sozialschmarotzer (Flüchtlinge) können Sie aber massenweise Geld sofort bereitstellen. Da werden diese Leute, die nicht gewillt sind Ihre Heimat auf zu bauen bzw. mit den Nachbar in Frieden leben wollen, massenweise ins Land geholt und bringen diese sogar in Hotels unter. Bezeichnet man jetzt diese Haltung als Einsatz für das Wohl der Bürger, die man immer mehr nur noch ausnehmen (Maut) will? Warum ist ausnehmen der Deutschen EU-Recht und umgekehrt Diskriminierung der Deutschen gesetzesmäßig? Wann erhalten die Erzieher endlich die Vergütung unserer Politiker, zumal die Erzieher Deutschland nicht so schaden, wie die deutschen Politiker es vorsätzlich machen??

Herr Niccolo Machiavelli

11.05.2015, 13:30 Uhr

Aha, neuer Ansatz: Das Gehalt richtet sich nach dem Schädlichkeitsfaktor: Je weniger jemand der Allgemeinheit schadet, desto höher wird entlohnt.

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