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16.12.2014

12:50 Uhr

Klage gegen Manuela Schwesig

Verfassungsgericht weist Klage der NPD ab

Manuela Schwesig hat nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts im Thüringer Wahlkampf nicht die Rechte der NPD verletzt. Die rechtextreme Partei hatte die Familienministerin wegen umstrittener Äußerungen verklagt.

Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat die Klage der NPD abgewiesen. dpa

Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat die Klage der NPD abgewiesen.

KarlsruheDas Bundesverfassungsgericht hat die Klage der NPD gegen Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) zurückgewiesen. Die Äußerungen Schwesigs im Thüringer Wahlkampf haben demnach nicht die Rechte der rechtsextremen Partei verletzt.

„Der Antrag ist unbegründet“, sagte Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle am Dienstag in Karlsruhe. Die umstrittenen Äußerungen der SPD-Vizevorsitzenden in einem Interview der „Thüringischen Landeszeitung“ seien dem politischen Meinungskampf zuzuordnen. Denn die Ministerin habe dafür nicht die Autorität ihres Amtes in Anspruch genommen.

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Voßkuhle warnte weiter davor, das Urteil als „Freifahrschein“ zu verstehen. Der Senat habe sich intensiv mit den Grenzen der Äußerungsrechte von Mitgliedern der Bundesregierung befasst. Minister dürfen ihr Amt demnach nicht dazu missbrauchen, um gegen andere Parteien im Wahlkampf Stimmung zu machen.

„Es gilt insofern das Gebot der Neutralität des Staates im Meinungskampf“, sagte Voßkuhle. Sie dürften zwar am politischen Meinungskampf teilnehmen – müssten dies jedoch von ihrem Amt trennen.

Von

dpa

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