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14.07.2013

17:01 Uhr

Klare Mehrheit dafür

Manager plädieren für Mindestlohn

ExklusivNicht nur die Gewerkschaften befürworten einen gesetzlichen Mindestlohn. Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage für das Handelsblatt zeigt, sprechen sich auch die meisten Manager dafür aus.

Mehr als jeder zweite Manager befürwortet einen Mindestlohn, wie eine Umfrage des Handelsblatt Business-Monitors zeigt. dapd

Mehr als jeder zweite Manager befürwortet einen Mindestlohn, wie eine Umfrage des Handelsblatt Business-Monitors zeigt.

Die deutsche Wirtschaft ist mehrheitlich für einen gesetzlichen Mindestlohn. Das ist das Ergebnis des Handelsblatt Business-Monitors, einer repräsentativen Umfrage des Handelsblatts, für die das Meinungsforschungsinstitut Forsa regelmäßig rund 700 Führungskräfte deutscher Unternehmen befragt.

In der Umfrage sprechen sich 57 Prozent der Firmenlenker für einen gesetzlichen Mindestlohn aus. Mit 60 Prozent war die Zustimmung aus mittelgroßen Unternehmen mit zwischen 500 und 5000 Beschäftigten am höchsten. In der Dienstleistungsbranche plädieren sogar 61 Prozent der Manager für einen Mindestlohn aus. Die Befürworter halten im Durchschnitt einen Mindestlohn von 8,88 Euro je Stunde für angemessen.

Hinter der überraschend hohen Zustimmung steht die Erwartung, dass eine solche Lohnuntergrenze keine negativen Folgen für das eigene Unternehmen haben würde. Nur sieben Prozent der Befragten sagen für den Fall einer Einführung einen Abbau von Arbeitsplätzen im eigenen Unternehmen voraus. Hier zeigt sich allerdings ein deutlicher regionaler Unterschied: Je zwölf Prozent der nord- und ostdeutschen Firmen erwarten einen Stellenabbau wegen des Mindestlohns, aber nur sechs Prozent der Manager aus der Mitte und fünf Prozent aus dem Süden des Landes.

Zudem konstatieren die Manager ein zunehmendes soziales Gefälle in Deutschland. Es sei in den vergangenen zehn Jahren größer geworden, finden 59 Prozent der Befragten. Nur sechs Prozent sehen eine geringere Schieflage. Die Aufstiegschancen für junge Menschen aus sozial schwachen Familien haben sich im Urteil der Wirtschaft etwas verschlechtert - und nicht verbessert.

Bei der Frage, wer nach der Bundestagswahl im September die wirtschaftlichen Reformen umsetzen soll, spricht sich die Mehrheit der Führungskräfte für die CDU/CSU aus. Für 53 Prozent der Manager hat die Union „besondere ökonomische Kompetenz“, die FDP kommt auf 18 Prozent. Verheerend ist das Ergebnis für die SPD: Nur zwei Prozent der Unternehmenslenker hält die Partei von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück für wirtschaftlich kompetent, bei den Grünen sind es vier Prozent.

Von

dih

Kommentare (44)

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Manfred

14.07.2013, 17:21 Uhr

Unsere NIETEN in Ndelstreifen haben also (mindestens) 10 Jahre benötigt um ein Unrecht festzustellen? Das aber 14 Euro benötigt werden damit Rentenanspruch besteht wird auser acht gelassen. Und unsere Gewerkschaftler diese Schnarchnasen sollen sich schämen für Verarmung
und Abstieg im Alte, von Millionen Bürger.

Account gelöscht!

14.07.2013, 17:26 Uhr

Mich persönlich würde viel mehr interessieren, wie diese Scheinheiligen zu einem "Höchstlohn" stehen.

Ludwig500

14.07.2013, 18:10 Uhr

Nanu, jetzt sieht der oberste Personaler unseres Vorzeigeunternehmens Daimler-Benz aber sehr alt aus.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/lohndumping-debatte-daimler-personalchef-spricht-von-skandalisierung/8427442.html

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