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05.01.2005

17:27 Uhr

Klausurtagung der CSU - Glos erneuert Kritik an Merkel

CDU warnt CSU vor neuen Personaldebatten

Mit neuen Zweifeln an dem Führungsanspruch von CDU-Chefin Angela Merkel in der Union haben führende Politiker der CSU Verärgerung in der Schwesterpartei ausgelöst.

CSU-Chef Stoiber sprach am Mittwoch von wohlmeinenden Ratschlägen an CDU-Chefin Merkel. Achivbild: dpa

CSU-Chef Stoiber sprach am Mittwoch von wohlmeinenden Ratschlägen an CDU-Chefin Merkel. Achivbild: dpa

HB KREUTH. „Die Bürger erwarten von CDU und CSU weder Personaldebatten noch Diskussionen über internen „Führungsanspruch', sondern Lösungen für die dringenden Probleme dieses Landes“, mahnte der designierte CDU-Generalsekretär Volker Kauder am Mittwoch.

Zuvor hatte CSU-Landesgruppen-Chef Michael Glos die bevorstehenden Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen als Stimmungstest für eine Kanzlerkandidatur Merkels gewertet. Vor Beginn der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth bezeichnete er außerdem die Teamfähigkeit Merkels - wie auch seine eigene - als noch verbesserungsfähig. CSU-Chef Edmund Stoiber sprach von „wohlmeinenden Ratschlägen“, die nicht als Kritik zu verstehen seien. Nach dem langen unionsinternen Konflikt über ein Konzept zur Reform des Gesundheitssystems mahnte er außerdem schnellere unionsinterne Entscheidungen an.

Die CSU nutzt die traditionelle Klausur in Wildbad Kreuth zum Auftakt des politischen Jahres häufig, um ihre Bedeutung in der Union zu demonstrieren, und teilt dabei gelegentlich Seitenhiebe auf die CDU aus. Glos sagte in Kreuth, das vergangene Jahr sei nicht optimal gelaufen.

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