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28.09.2013

17:10 Uhr

Koalitionsgespräche

Die SPD will sich teuer verkaufen

Alles scheint auf eine große Koalition zwischen der SPD und der Union hinzudeuten. Doch die Vorbehalte der Sozialdemokraten gegen eine große Koalition sind groß. Auf die CDU kommen schwierige Koalitionsverhandlungen zu.

SPD und CDU gehen auf Tuchfüllung. Eine große Koalition zeichnet sich immer deutlicher ab. dpa

SPD und CDU gehen auf Tuchfüllung. Eine große Koalition zeichnet sich immer deutlicher ab.

BerlinAuch nach dem überraschend einmütigen Beschluss des SPD-Parteirats zur Aufnahme von Sondierungsgesprächen mit der Union sind noch längst nicht alle Hürden auf dem Weg zu einem schwarz-roten Bündnis beiseite geräumt. Die SPD-Führung will auch den nächsten Schritt absegnen und zum Schluss die Basis entscheiden lassen.

CSU-Chef Horst Seehofer zeigt dafür kein Verständnis: „Die Vorsitzenden der beteiligten Parteien haben alle ein Mandat und die Verantwortung, für stabile Verhältnisse zu sorgen. Wir sind doch keine Hasen, die aus Schreck vor einer Regierungsbildung kreuz und quer durchs Feld laufen, bis der Jäger sie erwischt“, sagte Seehofer der „Bild am Sonntag“.

Für die stellvertretende SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft jedenfalls ist der Parteirats-Beschluss vom Freitagabend keine „Schnellstraße in Richtung große Koalition“. „Eines muss klar sein: Wir werden unsere Inhalte nicht auf dem Ramschtisch verhökern“, sagte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin am Samstag im WDR.

Wenn sich aus den nun anstehenden Gesprächen die Möglichkeit von Koalitionsverhandlungen ergebe, werde die Parteiführung die Basis eng einbinden. „Wir haben keine Angst vor einer großen Koalition. Wir haben aber auch keine Angst vor Schwarz-Grün oder Neuwahlen“, betonte Kraft.

Die Sondierungsgespräche könnten im Laufe der kommenden Woche starten. Kommt ein Koalitionsvertrag zustande, sollen darüber erstmals die rund 470.000 SPD-Mitglieder mitentscheiden; und zwar möglichst vor dem Bundesparteitag am 14. November in Leipzig.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe betonte im dpa-Interview, für die anstehenden Gespräche habe die SPD nun Vorrang, auch wenn die CDU offen für die Grünen sei. Bei den Sondierungsgesprächen werde die CDU „erst einmal erspüren müssen, wie ernst der Wunsch der SPD ist, in einem fairen Miteinander zueinander zu finden.“ Sollte am Ende „der Verhandlungsunwille anderer zu Neuwahlen führen, bräuchten wir nach dem Wahlergebnis für die Union keine Angst davor zu haben.“

Generalsekretärin Andrea Nahles sagte nach dem Beschluss des Parteikonvents: „Ich bin erleichtert. Aber ich bin nicht glücklich.“ „Wir haben eine schwierige Lage.“ Die Mehrheit an der Basis sei sehr skeptisch. Parteichef Sigmar Gabriel sagte, man gehe selbstbewusst in die Gespräche. Mit dem Beschluss des SPD-Parteirats sei der Weg für Koalitionsverhandlungen noch nicht frei. Es gab fünf Gegenstimmen.

Kommentare (43)

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Account gelöscht!

28.09.2013, 17:50 Uhr

SPD ZURÜCK IN DER REALITÄT
..........................
mit dem zweitschlechtesten ergebnis und 16% weniger als
die CDU/CSU reden wir über eine kleine koalition, an der
die SPD teilnehmen darf..!!
..
die führung schiebt die notwendigen entscheidungen auf
die mitglieder ab..


..
HÄTTE-HÄTTE-FAHRRADKETTE..!!
will man so auf augenhöhe verhandeln..??

Account gelöscht!

28.09.2013, 18:32 Uhr

Zitat : die führung schiebt die notwendigen entscheidungen auf
die mitglieder ab..

- man müsste sich doch auch in die Situation der CDU hineindenken !

Die würde doch wegen dem ROTEN BUNDESRAT auch einer SPD mit 5 % in den Hintern kriechen.......ohne die SPD kann die CDU doch NICHTS !

Alle anderen Regierungsoptionen sind doch für die CDU tabu, deswegen akzeptieren sie auch den Fahrplan der Roten Socken zu Koalitionsverhandlungen.

Die SPD wird die CDU jetzt DEMASKIEREN....und das würde bei NEUWAHLEN die CDU mindestens 10 % der Stimmen kosten !

Die ROTEN SOCKEN ziehen die CDU mit ihrer "fast" absoluten Mehrheit mit dem Nasenring durch die Manege !

Und letztendlich werden 100.000 Roten Socken ( kann auch paar mehr werden ) über das Politische Schicksal der SCHWARZEN Murksel entscheiden.....!

Dass ist eine Brüskierung ohne gleichen !

Rechner

28.09.2013, 18:38 Uhr

O-Ton Handelsblatt
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Doch die Vorbehalte der Sozialdemokraten gegen eine große Koalition sind groß.
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Bloß wenn man nicht die Mehrheit seiner Wähler verlieren will, wird man sich den Großteil dieser Vorbehalte wohl in die Haare schmieren müssen.

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