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29.06.2013

15:02 Uhr

Koalitionspoker

Kauder fürchtet Rot-Rot-Grün

Unionsfraktions-Chef Kauder glaubt nicht an die Große Koalition, FDP-Chef Rösler lehnt die Ampel ab, die SPD kämpft für Rot-Grün. Drei Monate vor der Bundestagswahl wird lebhaft über eventuelle Bündnisse spekuliert.

Volker Kauder mit Angela Merkel. Der Unions-Fraktionschef glaubt nicht, dass es zu einer großen Koalition kommen wird. dpa

Volker Kauder mit Angela Merkel. Der Unions-Fraktionschef glaubt nicht, dass es zu einer großen Koalition kommen wird.

Berlin/Düsseldorf85 Tage sind es noch bis zur Bundestagswahl. Viele Bündnismöglichkeiten bleiben nicht mehr, schließen die Kandidaten ihre Konkurrenten doch eifrig als Koalitionspartner aus.

So weißt der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler eine Ampelkoalition mit SPD und Grünen kategorisch von sich. Das sei „völlig ausgeschlossen“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Schwarz-Gelb sei „ein Anker der Stabilität und Solidität“. „Wir wollen die Koalition mit der Union fortsetzen, damit Deutschland stark bleibt“, sagte der Bundeswirtschaftsminister. Die SPD wolle in Deutschland die Steuern erhöhen, „um die Schulden der anderen in Europa zu bezahlen“.

Derzeit liegt Röslers FDP in Umfragen bei vier bis fünf Prozent und muss dementsprechend bangen, überhaupt in den Bundestag einzuziehen. Rösler sagte, es gehe nun darum, die liberalen Themen weiter nach vorn zu bringen. Die heiße Phase des Wahlkampfs beginne erst zwei Wochen vor dem Wahltag.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder schließt eine große Koalition mit der SPD zwar nicht kategorisch aus, glaubt aber, dass die SPD daran so wenig Interesse hat wie die Union. „Ich glaube, dass die SPD ein wie immer geartetes Bündnis mit den Grünen und den Linken eingehen würde, falls es dafür reichen sollte.“ SPD und Grüne haben zwar mehrfach erklärt, dass sie ein Bündnis mit der Linkspartei ablehnen. Kauder ist trotzdem überzeugt: „Wer Rot-Rot-Grün im Bund verhindern will, muss die Union und Angela Merkel wählen.“

Der Parlamentsgeschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, erklärte zu den Äußerungen: „Diesen Sommer kämpft Rot-Grün gegen Schwarz-Gelb. Alles andere sind Phantomdiskussionen. Die SPD wird sich davon nicht von dem Wahlkampf für Rot-Grün ablenken lassen.“

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück setzt auf eine hohe Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl. Ziel müsse es sein, den „grottenschlechten“ Wert von 70,8 Prozent von vor vier Jahren auf 77 oder 78 Prozent zu steigern, sagte Steinbrück bei einem Parteitag der Saar-SPD am Samstag in Saarbrücken. „Dann gewinnt die SPD die Bundestagswahl.“ Von schlechten Umfragewerten will sich Steinbrück nicht beeindrucken lassen. „Die Wahl wird in den letzten acht Wochen entschieden“, sagte er.





Kommentare (31)

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Dipl.-Ing.

29.06.2013, 16:04 Uhr

Bei Rot-Rot-Grün passiert das Gleiche wie in Frankreich! Kapital und Leistungsträger werden noch stärker belastet und verlassen Deutschland in großem Stil. Was das bedeutet, kann man an einer Hand abzählen. Das oberste Zehntel bezahlt weit über 50% des gesamten Steueraufkommens!
Spätestens nach 2 Legislaturperioden hat dann auch der letzte Sozi bzw. H4-Empfänger kapiert, daß unser Wohlstand auf Kapital und Leistungsträger aufgebaut ist und nicht auf Politiker, Beamte und Leistungsempfänger. Leider wird es dann zu spät sein....

Observer

29.06.2013, 16:08 Uhr

Kauder sollte besser die NEUE MITTE fuerchten. Sie ist dir wirkliche Alternative fuer Deutschland!
Nicht nur zum Ausstieg aus dem Euro, sondern mit Vollprogramm!
Hier mehr: http://www.neuemitte.info/

Account gelöscht!

29.06.2013, 16:20 Uhr

Diese Gestalten zerstören das LAnd, egal ob SPD, Grüne, CDU oder FDP. Was diese HErrschaften bisher gemacht haben grenzt an skrupelloser KRiminalität und gehört endlich bestraft! Nürnberg 2.0!!! WENN es nicht möglich sein wird dass diese Gestalten endlich weggebracht und verurteilt werden, dann droht diesem LAnd ein Untergang wie man ihn seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr gesehen hat und damit meine ich nicht Ruinen und Co. sondern was uns wirtschaftlich und sozial blüht.

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