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16.11.2013

00:46 Uhr

Koalitionsverhandlungen

SPD-Widerstand gegen Große Koalition wächst

In vielen Punkten sind sich SPD und Union noch uneins. Führende SPD-Politiker fühlen sich unwohl. Wenn im Augenblick über eine Große Koalition abgestimmt werden müsste, wäre die Antwort klar.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit. dpa

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.

BerlinIn der SPD wächst der Widerstand gegen eine Regierung mit der Union von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

"An der SPD-Basis gibt es starke emotionale Widerstände gegen eine Große Koalition", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit der "Bild-Zeitung" am Samstag. "Alles hängt jetzt vom Verhandlungsergebnis ab."

Die Gespräche mit CDU/CSU gehen nächste Woche in die heiße Phase. Bisher gibt es in vielen Punkten Uneinigkeit. Auf dem SPD-Parteitag in Leipzig hat die Basis ihrer Parteiführung mit schlechten Ergebnissen bei der Wahl diverser Ämter einen Dämpfer verpasst.

In der SPD wurde dies als Warnung gewertet, dass eine Zustimmung der Mitglieder zum angestrebten Koalitionsvertrag kein Selbstläufer ist. "Wenn wir jetzt abstimmen würden, wäre das Ergebnis ein klares Nein", sagte der Vorsitzende des SPD-Arbeitnehmerflügels, Klaus Barthel, der Zeitung. Die SPD müsse hart bleiben und ihre Positionen durchsetzen.

Merkel hatte zuvor die Union auf erhebliche Kompromisse in den Koalitionsverhandlungen eingestimmt. Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Erfurt deutete sie am Freitagabend an, dass dies etwa den Mindestlohn und die doppelte Staatsbürgerschaft betreffen werde.

Von

rtr

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