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02.10.2011

11:59 Uhr

Köln

„Generation Praktikum“ geht auf die Straße

In Köln sind rund 20.000 junge Leute dem Demonstrations-Aufruf der Gewerkschaft IG Metall gefolgt. Sie demonstrierten gegen Dauer-Praktika und schlecht bezahlter Leiharbeit.

Detlef Wetzel von der IG Metall. ap

Detlef Wetzel von der IG Metall.

Köln20.000 junge Menschen haben nach Angaben der IG Metall am Samstag in Köln für eine bessere Zukunft auf dem Arbeitsmarkt demonstriert. Politik und Unternehmern hätten die Interessen der jungen Generation über Jahre hinweg ignoriert, sagte IG-Metall-Bundes-Vize Detlef Wetzel laut einer Mitteilung bei der Hauptkundgebung auf dem Kölner Neumarkt. „Wir wollen ein Zeichen setzen, damit die Politik endlich die Themen der jungen Generation auf die politische Tagesordnung setzt, sie zur Chefsache macht.“

In der kommenden Tarifrunde werde die IG Metall für die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden kämpfen, kündigte Wetzel an. Die jungen Menschen wollten erreichen, dass nicht weiterhin ein großer Teil von ihnen nur in Dauer-Praktika, schlecht bezahlter Leiharbeit, in Werkverträgen und befristeten Arbeitsverträgen lande oder ohne Arbeit bleibe.

Eric Leiderer, Bundesjugendsekretär der IG Metall, kritisierte, dass die junge Generation noch immer als das schwächste Glied in der Gesellschaft ausgenutzt würde. „Bei jungen Menschen lässt sich am einfachsten kürzen, streichen und Löhne drücken.“

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall wies die Forderungen der IG Metall nach unbefristeter Übernahme aller Auszubildenden als kontraproduktiv zurück. Ein Betrieb, der einen Auszubildenden trotz der hohen Kosten für das Unternehmen nicht übernehme, habe dafür gewichtige Gründe - beispielsweise wirtschaftliche Probleme: „In jedem Fall würde eine Pflicht-Verbeamtung zum Ausbildungsbeginn nicht helfen, sondern nur Schaden anrichten“, erklärte Gesamtmetall- Hauptgeschäftsführerin Gabriele Sons.

Kommentare (2)

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aktiverdemokrat

02.10.2011, 12:36 Uhr

Die Gewerkschaften machen immer auf gut Freund mit den
Arbeitnehmern,liegen aber mit Politk und Wirtschaftsbosse in einem Bett. Wann werdet ihr wieder UNABHÄNGIG? Die Zustände die wir z.Zt. in der Arbeitswelt (Dauer-Praktika , Leiharbeit , Realeinkommensverlust usw.)haben, habt ihr zu verantworten. Setzt euch endlich wieder für die Arbeitnehmern ein und nicht für die politische Rettung des EUROS.

Ezechel

03.10.2011, 09:42 Uhr

Die jungen Menschen die sich gezwungen sehen, nach einer Ausbildung in Billiglohn oder als Zeitarbeitssklave ihr Leben fristen zu müssen, die sollten sich ehrlich hinterfragen ob ihnen Deutschland auf Dauer eine Zukunft bringt und ob sie nicht dieses Land vll verlassen sollten. Denn Willkommen sind junge Arbeitnehmer schon lange nicht mehr, befristete Arbeisverträge und andere illegale Beschäftigungs formen werden den Kindermangel nur fördern und Deutschland entgültig ins aus führen.

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