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19.10.2011

16:45 Uhr

Kommentar

Die Grünen werden zwischen SPD und Piraten zerrieben

VonBarbara Gillmann

Nach dem Debakel der Berlin-Wahl stehen die vormals so euphorisierten Grünen im Abseits. Die Machtübernahme in Stuttgart galt noch als Fanal der Öko-Partei. Nun haben SPD und Piraten sie entzaubert.

Gefeiert und doch im Abseits: Renate Künast genießt nach wie vor großen Rückhalt in ihrer Fraktion. Die geplante Machtübernahme in Berlin ist gescheitert. Reuters

Gefeiert und doch im Abseits: Renate Künast genießt nach wie vor großen Rückhalt in ihrer Fraktion. Die geplante Machtübernahme in Berlin ist gescheitert.

BerlinNiemand hatte gezweifelt, dass die Grünen im Bundestag ihre Chefs mit großer Mehrheit im Amt bestätigen würden. Und tatsächlich erhielt Renate Künast 79 und Jürgen Trittin 91 Prozent - exakt gleich viel wie 2009. Doch die Harmonie bei der gestrigen Wahl überdeckt nur notdürftig das Stimmungstief, in dem die Grünen stecken.

Nach dem Abrutschen in den Umfragen und dem dritten Platz bei der Berlin-Wahl muss sich die so selbstbewusste Partei neu orientieren. „Wir stehen wieder dort, wo wir vor Fukushima standen“, seufzt eine führende Abgeordnete.

Damit nicht genug: Nach langem gemeinsamem Marsch mit der SPD ist das Verhältnis zum Wunschkoalitionspartner im Bund nun empfindlich gestört. „Kein Grüner wird das der SPD vergessen“, drohte Künast erbost, nachdem Klaus Wowereit in Berlin die Koalitionsverhandlung platzen ließ. Der Hamburger SPD-Alleinregent Olaf Scholz gab kühl zurück: „Es gibt kein rot-grünes Lager“.

Noch im Sommer galten die Grünen als moralischer Sieger im Streit um die Atomkraft. Wenige Monate später stehen sie nur noch als verbohrte Verhinderer von Infrastrukturprojekten da.

Dabei sollte 2011 das grüne Traumjahr werden. 31 Jahre nach Gründung der Anti-Parteien-Partei erreichten sie Umfragewerte von bis zu 30 Prozent.

Als im März Winfried Kretschmann - mit kräftigem Rückenwind aus dem japanischen Unglücksreaktor Fukushima - die Wahl in Baden-Württemberg gewann, schien dem Aufstieg zur modernen Volkspartei nichts mehr im Weg zu stehen. Als Nächstes wollten die Grünen Berlin erobern: Renate Künast sollte Regierende Bürgermeisterin werden - „eine für alle“. So groß die Euphorie im Sommer war, so bescheiden fällt nun die Bilanz aus.

In Berlin schafften es die Grünen nicht einmal, mit Wowereit eine Koalition zu schmieden - sie scheiterte zumindest vordergründig am Streit um den Weiterbau der Stadtautobahn A100. Auch wenn der wahre Grund für Wowereit womöglich die knappe rot-grüne Mehrheit von nur einer Stimme war - die A100 dient nun der SPD als willkommenes Argument, die Grünen als „Infrastrukturfeinde“ zu brandmarken.

Kommentare (6)

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We-are-99-Prozent

19.10.2011, 19:54 Uhr

hihi

Rcht so, diese Kriegstreiber.
Wird auch Zeit, dass man sie auf den Sondermüll wirft.

Kein dt. Außpenminister hat sooo viele dt. Soldaten auf außerdt. Kreiegseinsätze geschickt, als Fischer.

Fischer hat auch die dt. Soldaten nach Afganistan geschickt, in den Sudan und in den Kongo.



Account gelöscht!

19.10.2011, 21:47 Uhr

und osteuropäische prostituierte den zutritt zur EU verschafft

PikAs

19.10.2011, 23:55 Uhr

Schadet nichts, wenn die Grünen von der politischen Bildfläche verschwinden. Man kann komplett auf sie verzichten. Die Grünen wollen selbst Porsche fahren und kürzeste Strecken mit dem Hubschrauber fliegen, viel verdienen und jeden anderen schwer zur Ader (Steuer) lassen.

Das sollte jeder lesen:

http://www.gruene-bundestag.de/cms/finanzen/dok/367/367285.html

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13663725/Verrat-der-Gruenen-an-ihren-wohlhabenden-Waehlern.html

Die Grünen sind eigentlich Kommunisten mit einem andersfarbigen Tarnkäppchen.

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