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31.10.2011

11:29 Uhr

Kommentar

Die Kanzlerin fährt mit der CDU Karussell

VonBarbara Gillmann

Angela Merkel wirft in einem Tempo traditionelle CDU-Positionen über Bord, dass den Konservativen schwindlig wird. Jetzt ist die Ablehnung des Mindestlohns dran. Doch das Manöver könnte sich als Wahlkampf-Trick erweisen.

Handelsblatt-Redakteurin Barbara Gillmann. Pablo Castagnola

Handelsblatt-Redakteurin Barbara Gillmann.

Das Tempo, in dem sich die Christlich Demokratische Union derzeit Zeit runderneuert, dürfte den ein oder anderen Anhänger schwindelig machen. In Karussell-Geschwindigkeit wirft die Parteivorsitzende Ballast über Bord, der jahrzehntelang zur Sicherung der Grundfesten diente: Von der früher verfemten Kinderbetreuung über die Hauptschule, von der Wehrpflicht bis zur Atomkraft vertritt die CDU mittlerweile das Gegenteil dessen, was noch vor kurzem gegolten hatte. Und wo sie beim Räumen angestaubter Positionen so richtig in Fahrt gekommen ist, legt sich Angela Merkel nun auch beim Thema Mindestlohn in die Kurve.

Es gibt kein Beispiel in der deutschen Geschichte, dass eine Partei sich in so kurzer Frist so grundlegend neu aufstellt. Merkel macht nun Ernst mit der Modernisierung, die ihr zu Beginn nicht gelingen wollte. Die Botschaft – zwei Jahre vor der Bundestagswahl – ist klar: Seht her, alles was die Opposition aus SPD, Grünen und Linkspartei so fordert, kriegt ihr bei uns auch.

Fehlt eigentlich nur noch, dass sie endlich das Ehegattensplitting abwirft und bei der Frauenquote auf Gesetzeskraft setzt. Das würde passen, stehen doch vor allem Christdemokratinnen für die Neuaufstellung: Neben Merkel selbst vor allem Ursula von der Leyen und Annette Schavan –  aber auch die neue  Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

31.10.2011, 12:25 Uhr

Im Bundestag sitzen eben nur noch euromantische und eurotische sozialistische Parteien mit nuancenhaften Unterschieden. Der CDU wird im Karussell nicht schwindelig - das ist erstaunlich.
Die FDP verreckt sowieso - es wird für neue Parteien sehr viel Platz in der politischen Landschaft sein. Für solche, die wahrhaftig sind, nicht fortgesetzt vorsätzlich lügen und endlich einsehen, dass eine Staatsverschuldung immer in die Katastrophe führt!

Contra

31.10.2011, 15:11 Uhr

Die CDU ist überflüssig ,ist doch sowieso nur noch mit Marionetten besetzt .

Merkels Abnickerverein kann in Rente gehen ,aber mit
18% Kürzung, etc.

Merkel entscheidet alles selbst ,so braucht man keine
Abnicker mehr .

Ackermann wird zum Finanzminister ernannt u. die anderen
Minister /Abgeordnete durch Roboter ersetzt .

Das ist das parlamentarische Sparpaket - alles für den
(T)Euro !
.

Account gelöscht!

31.10.2011, 15:48 Uhr

Also diese vermerkelte CDU fährt nicht Karussell
Die ist Merkel so hündisch ergeben, die Fatkes und Männleins die da noch sind und vorrangig ihre sozialistischen Frauen.
Merkel bereitet den Wahlkampf vor und die Koalition mit den sozialistischen/kommunistischen Grünen, das ist alles, denn dann ist Merkel am Ziel um auch ganz offizielle die DDR 2.0 auszurufen

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