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23.09.2013

09:41 Uhr

Kommt eine Große Koalition?

CDU-Spitze berät über Optionen nach Wahlsieg

Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün? Die Spitzen der Union sind sich in ihren ersten Äußerungen am Morgen nach der Wahl nicht einig. Nur in einem Punkt herrscht Konsens: „Das wird alles nicht einfach, was jetzt kommt.“

Weiß Angela Merkel schon mehr? ap

Weiß Angela Merkel schon mehr?

BerlinNach dem Sieg der Union bei der Bundestagswahl hat die Parteispitze am Montagmorgen über das weitere Vorgehen beraten. Mehrere Präsidiumsmitglieder sprachen sich vor Journalisten in Berlin dafür aus, neben der SPD auch das Gespräch mit den Grünen zu suchen. Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer verwies aber darauf, dass solche Gespräche schwierig sein würden: Die Grünen hätten sich programmatisch „sehr weit nach links bewegt“, auch stehe eine grundlegende Aufklärung in der Pädophilie-Debatte noch aus.

„Es spricht sehr viel für eine große Koalition“, sagte der nordrhein-westfälische CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht sprach von einer „komfortablen Lage, in der sich die Union befindet“, räumte aber mit Blick auf mögliche Koalitionsverhandlungen ein: „Das wird alles nicht einfach, was jetzt kommt.“ Sie ging zugleich auf Distanz zu den Chancen eines schwarz-grünen Bündnisses auf Bundesebene: Für eine solche Koalition gäbe es auch in den Ländern „kein Pendant“.

Welche Koalition soll Deutschland regieren?

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) geht nach der Bundestagswahl offenbar von einem Bündnis mit der SPD aus. „Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir in eine große Koalition gehen“, sagte Kauder am Montagmorgen im ARD-„Morgenmagazin“. „Wir müssen dem Land eine starke Regierung stellen.“ Zur ebenfalls bestehenden Möglichkeit von Schwarz-Grün sagte er, mit den Grünen werde es „sicher sehr schwer“ werden. Er verwies auf deren „Steuerorgie“ und „Bevormundungspolitik“. Das seien „schon schwere Voraussetzungen“, sagte Kauder.

Der CDU-Politiker rechnet mit seiner Wiederwahl als Fraktionschef von CDU und CSU im Bundestag. „Ich denke, dass ich von den beiden Parteivorsitzenden – so ist es bei uns üblich – vorgeschlagen werde“, sagte Kauder. „Wie Sie sehen, bin ich ganz guter Dinge.“

Kommentare (9)

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23.09.2013, 10:05 Uhr

"Zudem fehlten bei der SPD Persönlichkeiten, die bei der letzten Großen Koalition 2005 bis 2009 noch dabei gewesen seien."

Ich frage mich wo denn die CDU noch Persönlichkeiten zu bieten hat.

Wenn alle Parteien an dem fest halten, was in ihren Programmen steht, ist keine Koalition möglich. Eine geduldete Minderheitsregierung kann sich Frau Merkel nicht leisten. Da bleiben eigentlich nur noch Neuwahlen.

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23.09.2013, 10:12 Uhr

Au ja, Neuwahlen.

Dafür (x).

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23.09.2013, 10:43 Uhr

Der Kardinalfehler, den die FDP beging, war, die Koalition mit der CDU wegen Mißachtung und Ignoranz getroffener Vereinbarungen nicht rechtzeitig aufzukündigen.

So sind aus falsch verstandener Staatsräson alle Vorhaben und Versprechungen der FDP verwässert und schließlich unter den Teppich gekehrt worden.

Die Wähler haben daher entschieden, die FDP ist überflüssig.

Jeder künftige Koalitionspartner der CDU dürfte somit gewarnt sein.

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