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27.06.2016

14:58 Uhr

Kommunalinvestitionen

KfW sieht weiter keine Trendwende

Laut der Staatsbank Kfw bleibt die Investitionstätigkeit der Kommunen weiter hinter den Erwartungen zurück. Der Investitionsrückstand stieg im Vergleich zum Vorjahr sogar von 132 Milliarden auf 136 Milliarden Euro.

Die Investitionslücke der deutschen Kommunen ist unverändert groß. Bei der Straßen und der Verkehrsinfrastruktur ist der Bedarf mit 35 Milliarden am höchsten. dpa

Investitionsrückstand der deutschen Kommunen

Die Investitionslücke der deutschen Kommunen ist unverändert groß. Bei der Straßen und der Verkehrsinfrastruktur ist der Bedarf mit 35 Milliarden am höchsten.

BerlinDie Investitionslücke in Kommunen wird nach Darstellung der Staatsbank KfW größer und auch trotz der niedrigen Zinsen nicht abgebaut. „Obwohl die Finanzierungsbedingungen der meisten Kommunen 2015 unverändert gut waren und im kommunalen Durchschnitt ein Finanzierungsüberschuss erwirtschaftet wurde, blieb die Investitionstätigkeit deutlich hinter den Erwartungen zurück“, heißt es in der am Montag in Berlin vorgelegten KfW-Übersicht zur Finanzlage der Kommunen.

Der Investitionsrückstand sei im Vergleich zum Vorjahr von 132 Milliarden auf 136 Milliarden Euro gestiegen. Der größte Bedarf bestehe weiter bei Straßen und der Verkehrsinfrastruktur mit 35 Milliarden sowie im Schul- und Bildungsbereich mit 34 Milliarden Euro. Die Unterschiede zwischen finanzstarken und finanzschwachen Kommunen würden größer. Mehr ostdeutsche (44 Prozent) als westdeutsche (25) Gemeinden schätzten, dass sie den Haushaltsausgleich 2015 nicht schaffen. Kommunen ohne Haushaltsausgleich investierten jedoch ein Drittel weniger.

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Die Finanzierungsmöglichkeiten am Kredit- und Kapitalmarkt seien für die Kommunen derzeit gut. „Die Niedrigzinsphase führt kaum zu einer Ausweitung der Investitionen, so dass der Investitionsrückstand auf hohem Niveau verharrt“, hieß es weiter. „Die Kommunen sollten diese Phase der positiven Finanzierungssituation deswegen dazu nutzen, die dringenden Investitionen stärker als bislang anzugehen.“

Von

dpa

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