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16.11.2012

15:41 Uhr

Konferenz

Minister fordern schärfere Gesetze gegen Fracking

Da die Risiken der Erdgasgewinnung durch Fracking noch nicht abschließend geklärt sind, fordern die Umweltminister der Länder strengere Regeln. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung müsse obligatorisch sein.

Der Widerstand in der Bevölkerung gegen Fracking ist groß. dpa

Der Widerstand in der Bevölkerung gegen Fracking ist groß.

KielDie Umweltministerkonferenz der Länder lehnt das umstrittene Fracking-Verfahren zur Erdgasgewinnung ab, „solange die Risiken nicht geklärt sind“. Der Bund werde aufgefordert, schärfere Auflagen in Verordnungen und Gesetzen zu machen, teilte Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) am Freitag in Kiel zum Abschluss des zweitägigen Treffen der Ressortchefs mit. Die Minister forderten für Fracking-Projekte obligatorisch eine Umweltverträglichkeitsprüfung und eine deutlich verbesserte Bürgerbeteiligung.

Bisherige Gutachten zeigten, dass beim Fracking durch die Einbringung umwelttoxischer Substanzen in den Untergrund erhebliche Risiken insbesondere für das Trinkwasser bestehe. „Eine Genehmigung dieser Art der Erdgasgewinnung ist derzeit nicht verantwortbar“, sagte Puttrich. Beim Fracking wird mit großem Druck ein Gemisch aus Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um Gas aus tiefen Gestein-Sporen zu lösen.


Von

dpa

Kommentare (3)

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nobum

16.11.2012, 16:12 Uhr

Die USA werden mit Fracking Energieexportweltmeister, während hier diffuse Ängste für die Wahlen instrumentalisiert werden. Die Preise steigen.
Strom per EEG + 10 %.

anaus

16.11.2012, 19:21 Uhr

ie USA werden sich mit ihrem unbändigen Gewinnmaximierungswahn (wozu i.w.S auch Fracking zählt) selbst abschaffen. Die Lebensgrundlage "saubers Trinkwasser" wird verunreinigt. Man kann nur hoffen das unsere und die EU-Politker nicht vor diesen Shareholder-value Hirnies einknicken.

vandale

16.11.2012, 19:36 Uhr

Preiswerte Energie und damit Wohlstand für alle ist den Oekologen ein Graus. Ist deren Vision doch eine asketisch verarmte Gesellschaft in der sich nur mehr wenige ein Auto, oder eine unterbrechungsfreie Stromversorgung leisten können. Und so hat man die Oekopropagandamaschine angeworfen die brennende Wasserhähne und "verseuchte" Brunnen thematisiert.

Erdgasvorkommen gibt es nur dort wo diese durch gasdichte und damit auch flüssigkeitsdichte Schichten von der Biosphäre abgeschirmt sind. Das Grundwasser was in diesen Tiefen vorkommt ist regelmässig zu salzhaltig und viel umweltschädlicher als das es genutzt werden kann. Das bedeuted das regelmässig keine Gefahr für die Biosphäre besteht. Die viel thematisierten Frackingflüssigkeiten bestehen zu 99% aus Wasser und Quarzsand. 1% sind organische Bestandteile. Es gibt wesentlich giftigere Bstandteile.

Die Forderung einer regelmässigen Umweltverträglichkeitsprüfung mit vielen gutbezahlten Beamten und Gutachtern würde die Wettbewerbsfähigkeit des Fracking beeinträchtigen.

Warum schreibt man keine Umweltverträglichkeitsprüfung für Windmühlen und Solaranlagen vor?

Vandale

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