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04.01.2013

20:48 Uhr

Korruption bei Medizinern

Bahr erwägt Änderung des Ärzteberufsrechts

Im Kampf gegen die Korruption von Ärzten erwägt das Gesundheitsministerium, das Berufsrecht zu ändern. Grund dafür ist der Verdacht, dass Ärztekammer nicht vehement genug gegen bestechliche Mediziner vorgehen.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will das Ärzteberufsrecht überprüfen und so Korruption bei Medizinern stoppen. dapd

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will das Ärzteberufsrecht überprüfen und so Korruption bei Medizinern stoppen.

BerlinDas Bundesgesundheitsministerium prüft zum Kampf gegen Ärztekorruption eine Änderung des Berufsrechtes. Eine Sprecherin von Ressortchef Daniel Bahr bestätigte am Freitagabend einen entsprechenden Vorabbericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Es werde geprüft, ob die bestehenden Regelungen ausreichten. Dafür würden auch Stellungnahmen von Ärzteverbänden, Krankenkassen und Ländern ausgewertet. Die Berufsordnungen, in denen Regeln für Mediziner festgeschrieben sind, verantworten die Landesärztekammern.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hatte am Donnerstag mit schärferen Gesetzen gedroht. Sollten sich Hinweise verdichten, dass Ärztekammern und Krankenkassen nicht per Standesrecht gegen bestechliche Mediziner vorgingen, werde die Bundesregierung darüber nachdenken müssen. Die Bundesärztekammer argumentiert, nur eine kleine Minderheit von Medizinern sei korrupt.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Brasil

04.01.2013, 21:48 Uhr

Nach 15 Jahren beruflicher Erfahrung in diesem Marktsegment kann ich bestaetigen, dass bis auf wenige Ausnahmen alle Aerzte, sofern sie eigene Praxen betreiben und alle in der Hierarchei gleich oder hoeher als Oberaerzte in Kliniken, etc., noicht nur bestechlich sind (wer ist das nicht, abhaengig vom Volumen), sondern permanent und systematisch bestochen werden!
Darueber hinaus sind die meisten Aerzte, auch zum Schaden seiner Patienten, bis hin zur Toetung, skrupellos, was die Optimierung ihres Einkommens betrifft. Weit mehr als 30% seiner verfuegbaren Zeit wendet diese Sippschaft zur Verwaltung ihrer Finanzen auf! Das ist Fakt!

Goldfinger

04.01.2013, 21:50 Uhr

Warum fängt Herr Bahr nicht mit der Politik an?

Die Immunität von Politikern schützt sie und ist für diese Berufsgruppe gleichzeitig ein Persilschein. Dort wo andere längst juristisch belangt werden, sind Politiker geschützt.

Herr Niebel mit seinem afghanischen Teppich ist dafür ein gutes Beispiel. Jeder kleine Beamte hätte mindestens ein Disziplinarverfahren am Hacken gehabt.


Brasil

04.01.2013, 22:43 Uhr

"Warum fängt Herr Bahr nicht mit der Politik an?" Wieso eine Frage, die sie doch wohl, ohne viel nachzudenken, leicht selbst beantworten koennen, oder etwa nicht?

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