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04.04.2013

13:32 Uhr

Korruptionsaffäre

Wulff kann sich auch später zu Deal äußern

Zahlen oder es auf einen Prozess ankommen lassen? Noch ist nicht bekannt, ob sich Ex-Bundespräsident Christian Wulff bereits entschieden hat. Staatsanwaltschaft und Anwälte bereiten sich auf ein Treffen am Montag vor.

In der Korruptionsaffäre um den Ex-Bundespräsident bleibt abzuwarten, ob Christian Wulff es auf den Prozess ankommen lässt oder eine Geldauflage zahlen wird. dapd

In der Korruptionsaffäre um den Ex-Bundespräsident bleibt abzuwarten, ob Christian Wulff es auf den Prozess ankommen lässt oder eine Geldauflage zahlen wird.

HannoverIn der Korruptionsaffäre um Christian Wulff ist noch unklar, ob der Ex-Bundespräsident eine Geldauflage zahlen wird oder ob er es auf einen Prozess ankommen lässt. „Bis jetzt gibt es keine Reaktion“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Hannover. Eine Erklärung sei nicht unbedingt nötig, theoretisch reiche die Geldüberweisung. Die Staatsanwaltschaft hatte die Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 20 000 Euro angeboten.

Wulff wird vorgeworfen, er habe sich von dem Berliner Filmproduzenten David Groenewold einen Teil von Reisekosten nach München bezahlen lassen. Im Kern geht es um rund 770 Euro. Im Gegenzug soll sich Wulff für ein Filmprojekt des Produzenten eingesetzt haben. Beide bestreiten das. Groenewold war die Zahlung einer Auflage in Höhe von 30 000 Euro angeboten worden. Die „Bild am Sonntag“ hatte berichtet, dass er diese Zahlung ablehnt.

Christian Wulff: Ein Steckbrief

Geburt

Christian Wulff ist am 9. Juni 1959 in Osnabrück als Christian Wilhelm Walter Wulff geboren.

Ausbildung

Sein Abitur bestand Wulff 1980 mit der Note 1,9. Danach studierte Wulff bis 1986 Jura in seiner Heimatstadt Osnabrück.

Beruf

1990 Niederlassung als Rechtsanwalt in Osnabrück .

Partei

1975 CDU-Eintritt, 1978-1980 Bundesvorsitzender Schüler-Union, 1994-2008 Landesvorsitzender in Niedersachsen, seit 1998 stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender.

Abgeordneter

Von 1986 bis 2001 im Rat der Stadt Osnabrück, von 1994 bis 2010 im niedersächsischen Landtag

Wahlen

Niederlagen: 1994 und 1998 erfolglose Kandidatur gegen Gerhard Schröder (SPD) um das Amt des Ministerpräsidenten in Hannover.

Wahlsiege: 2003 Gewinn der Landtagswahl und Ministerpräsident Niedersachsens bis 2010, im gleichen Jahr wird Wulff im dritten Wahlgang zum Bundespräsidenten und somit zum Staatsoberhaupt gewählt.

Familie

Verheiratet: Von 1988 bis 2006 mit Rechtsanwältin Christiane; von 2008 bis 2013 mit Journalistin Bettina.

Kinder: aus erster Ehe Tochter Annalena (geb. 1993), gemeinsam mit Bettina Sohn Linus Florian (geb. 2008); Bettina Wulff hat aus früherer Beziehung Sohn Leander (geb. 2003).

Staatsanwaltschaft und Anwälte wollen sich nach Angaben des Sprechers am Montag in Hannover treffen. Eine Entscheidung über die Annahme des Angebots müsse an diesem Tag aber nicht fallen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Korruption_in_EU

04.04.2013, 14:19 Uhr

Diese Veranstaltung ist an kleinkarierter Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten...

Account gelöscht!

04.04.2013, 21:27 Uhr

"Wulff wird vorgeworfen, er habe sich von dem Berliner Filmproduzenten David Groenewold einen Teil von Reisekosten nach München bezahlen lassen. Im Kern geht es um rund 770 Euro. "

Ist die BRD-GmbH nicht einfach unvergleichlich? Das alles wäre nicht passiert hätte Wulff nicht im Vorfeld erklärt, das er dem ESM nicht zustimmen könne.

Dann wurde um seinen "Ehrensold" geschachert. Damals hieß es, er bekomme diesen Sold nur im ersten Jahr, dann würde neu entschieden. Sorry, aber dieses Jahr ist um, und man hört nichts mehr davon.

Für mich ist Wulff ein Opfer seiner Meinung, die nicht im Sinne unseres kunterbunten Hosenanzugs und des Rollis war.

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