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08.07.2013

14:59 Uhr

Kostenexplosion

De Maizière vertagt Entscheidung über Eurofighter

Die Kosten für die Eurofighter-Jets steigen deutlich – ob sie dennoch gekauft werden, möchte das Verteidigungsministerium aber erst im nächsten Jahr entscheiden. Es geht um Milliarden.

Ein Eurofighter beim Start: Das Geschäft würde 2,1 Milliarden Euro mehr kosten als geplant. dpa

Ein Eurofighter beim Start: Das Geschäft würde 2,1 Milliarden Euro mehr kosten als geplant.

BerlinDeutschland und die Eurofighter-Partnerstaaten wollen nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums voraussichtlich Anfang 2014 darüber entscheiden, ob sie die letzte Teillieferung des Kampfjets von EADS kaufen werden. Derzeit liefen Beratungen darüber mit den Partnerstaaten und dem Hersteller, sagte Ministeriumssprecher Stefan Paris am Montag in Berlin. Für Deutschland geht es bei der letzten Tranche um 37 Kampfjets, über die es bisher keinen Vertrag gibt. 143 weitere Flugzeuge sind bereits bestellt und 101 davon auch ausgeliefert.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass die Kosten für diese Jets deutlich steigen. Laut einem „Spiegel“-Bericht sollen die Kosten für die letzten der 143 bereits bestellten Flugzeuge um 2,1 Milliarden Euro steigen. Offizielle Zahlen dazu gibt es bisher nicht.

Als Grund für die Kostensteigerung nannte Paris technische Anpassungen, die bei derartig lang laufenden Rüstungsprojekten routinemäßig vorgenommen werden. Dabei werden veraltete Technik- oder Softwarekomponenten durch neuere Lösungen ersetzt. Darüber sei der Haushaltsausschuss regelmäßig unterrichtet worden.

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Mit der Bundeswehr-Reform hatte Verteidigungsminister Thomas de Maiziere eigentlich beschlossen, dass die Luftwaffe nur noch 140 statt 180 Eurofighter erhalten soll. Wie diese Verringerung umgesetzt werden soll, ist allerdings unklar. Die Luftwaffe möchte gern die neuesten Jets behalten: Sie können deutlich mehr als die Flugzeuge der ersten Tranche, die inzwischen seit etlichen Jahren in Betrieb sind, als reine Abfangjäger konzipiert wurden und sich schwer aufrüsten lassen. Der Verkauf gebrauchter Eurofighter an Drittstaaten dürfte sich wegen der Finanzkrise allerdings schwierig gestalten.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

08.07.2013, 15:29 Uhr

Zitat : SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles warf de Maiziere vor, er habe seinen Laden nicht im Griff.

- Die Misere interessiert doch "sein Laden" schon lange nicht mehr !

Er sitzt doch schon gedanklich auf dem Stuhl des NATO-Generalsekretärs und lacht sich ins Fäustchen........???!!!!

So geht Schmarotzertum heute.........in Zeiten der Globalisierung !

rettig

08.07.2013, 16:02 Uhr


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Nachwuchs

09.07.2013, 18:28 Uhr

Gibt es einen einzigen Grund, warum sich die Politiker/Regierungen weigern gegen die vorsätzlichen Betrüger/Experten vor zu gehen und diese nicht auf Vertragserfüllung und Schadenersatz verklagen? Sind die Mehrkosten nur für die auftraggebenden Politiker gedacht?

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