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01.12.2012

02:23 Uhr

Kramp-Karrenbauer

Honorarverbot für Politiker-Vorträge gefordert

Noch immer bewegen die Honorare des Peer Steinbrück die Gemüter. Die saarländische Ministerpräsidentin sieht Vorträge über das Politik-Geschäft als Teil ihres Jobs an - für den sie mit ihrem Mandat schon bezahlt wurde.

Die saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) fordert ein Honorarverbot für Reden von Politiken. dpa

Die saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) fordert ein Honorarverbot für Reden von Politiken.

BerlinDie saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer plädiert für ein Honorarverbot für Redeauftritte von Abgeordneten. "Wer Abgeordneter ist, sollte sich für Vorträge nicht bezahlen lassen", sagte die CDU-Politikerin der Zeitung "Die Welt". Das Reden über Politik sowie das Kommunizieren und Erklären von politischen Entscheidungen machten einen wesentlichen Teil des Mandates aus, erläuterte sie. Dem designierten SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück warf sie vor, sich daher für seine Abgeordnetentätigkeit doppelt bezahlt lassen zu haben.

Steinbrück war wegen Nebeneinkünften in die Kritik geraten. Aus seinen Redehonoraren hatte er zwar nie ein Geheimnis gemacht und diese auch den Regeln entsprechend beim Bundestag angemeldet. Union und FDP warfen ihm dennoch mangelnde Transparenz vor - mit dem Ergebnis, dass Steinbrück die genaue Honorarhöhe mit rund 1,25 Millionen Euro veröffentlichte. „Steinbrück redet immer über Nebentätigkeiten, aber das sind doch gar keine Nebentätigkeiten.“ Kramp-Karrenbauer nannte die Argumentation der SPD über Nebenverdienste „heuchlerisch“. Die Ministerpräsidentin gestand aber zugleich ein, dass es auch in ihrer Partei ähnliche Fälle gebe. "Auch die CDU hat einige gut bezahlte politische Vortragskünstler."

Kommentare (14)

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aspi

01.12.2012, 05:31 Uhr

Die, für deren Vortrag keiner einen Pfifferling zahlen würde, sind die lautesten, wenn es um das Verbot bezahlter Politikervorträge geht.

exCDUler

01.12.2012, 08:14 Uhr

KK hat zu 100% recht

Leopold

01.12.2012, 09:32 Uhr

Neidisch?
Warum sollte er sich nich bezahlen lassen, wenn man ihn in der Wirtschaft hören will? Regelungsbedürftig halte ich, dass staatliche Institutionen diese Vorträge auf Steuerzahlerkosten bezahlen!

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