Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.09.2013

17:06 Uhr

Krankenversicherung

Wechsel für Privatversicherte könnte leichter werden

Die CDU will Privatversicherten einem Medienbericht zufolge den Wechsel ihrer Krankenkasse erleichtern. Auch Versicherte mit mit älteren Verträge sollen dann wichtige Altersrückstellungen übertragen dürfen.

Behandlung in einem Krankenhaus: Die Altersrückstellungen bei Krankenversicherungen erschweren den Kassenwechsel. picture-alliance

Behandlung in einem Krankenhaus: Die Altersrückstellungen bei Krankenversicherungen erschweren den Kassenwechsel.

BerlinDie Union erwägt offenbar eine Reform der privaten Krankenversicherung, um Kunden den Wechsel zu einem anderen Unternehmen zu erleichtern. Langjährig Versicherte sollten künftig bei einem Anbieterwechsel ihre angesparten Altersrückstellungen mitnehmen dürfen, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Sonntag.

Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn bestätigte die Pläne nicht, dementierte sie aber auch nicht. „Ich halte wenig davon, jetzt jeden Tag wie auf dem Jahrmarkt alle möglichen Positionen zu verkünden“, sagte Spahn. Dies werde alles in Ruhe besprochen, sagte der Abgeordnete und verwies damit auf die sich anbahnenden Koalitionsverhandlungen. Definitiv gebe es dazu kein Papier der Union.

Bislang ist eine Mitnahme von Altersrückstellungen nur für Neuverträge möglich, die ab dem Jahr 2009 geschlossen wurden. Der „Spiegel“ berichtete ohne Angaben von Quellen, die Union prüfe eine Art brachenübergreifenden Pool für die Rücklagen der PKV-Versicherten. Wechselt ein Kunde den Anbieter, könnten die Zugriffsrechte auf sein angespartes Kapital einfach auf die neue Gesellschaft übertragen werden. Das Prinzip solle einer Rückversicherung ähneln.

Die angesparten Rücklagen sollen die Beiträge im Alter dämpfen. Wegen der fehlenden Übertragbarkeit lohnt sich für langjährige Versicherte ein Wechsel meist nicht.

In ihrem Wahlprogramm hielt sich die Union zu diesem Aspekt eher vage. "Die private Krankenversicherung mit ihren individuellen Kapitalrücklagen, um steigende Kosten im Alter abzudämpfen, leistet einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Umsetzung von Neuerungen im Gesundheitswesen", heißt es dort lediglich. CDU und CSU lehnen eine Einheitsversicherung ab. SPD und Grüne wollen hingegen eine Bürgerversicherung für alle schaffen.

Von

rtr

Kommentare (13)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rechner

29.09.2013, 23:16 Uhr

O-Ton Oliver Stock
---------------------
Ich möchte es Ihnen möglichst leicht machen, Ihre Meinung hier niederzuschreiben, denn wir bei Handelsblatt Online sehen uns als Plattform für Diskussionen.
---------------------

Wirklich?

Und deshalb sind wohl bei den Artikeln "Rechtsruck in Österreich", "Rechtsruck als Weckruf" und "Unsere rechten Nachbarn" die Komnmentarfunktionen abgeschaltet worden.

Selten so gelacht.

Offensichtlich werden unliebsame Kommentare befürchtet - und schon ist Schluß mit der "Plattform für Diskussionen".

...

Ich verstehe ja, daß Sie nicht von den Schergen des BRD-Regimes ins Gefängnis geworfen werden wollen wie der Journalist Axel Möller, der wegen der Veröffentlichung verbotener Meinungen und Leserkommentare zu 30 Monaten verurteilt wurde.

Aber dann sollten Sie die Einschränkungen unter der Sie in der BRD arbeiten müssen auch wenigsten offen zugeben.

Account gelöscht!

30.09.2013, 08:01 Uhr

Einfach und für jeden verständlich ausgedrückt sollen also "schlechte" Privatversicherte künftig in den Schoß der Solidargemeinschaft einreten können.

kleineInfo

30.09.2013, 08:28 Uhr

Vielen Dank für die Vereinfachung. Komisch nur, dass hier von einem Wechsel zwischen PKV und PKV gesprochen wird... Aber nachdem auch die PKV eine gewisse Solidargemeinschaft sind, liegen Sie nicht vollkommen falsch.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×