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17.12.2011

17:47 Uhr

Kredit-Affäre

Nord-SPD-Chef bringt Wulffs Rücktritt ins Spiel

ExklusivSpitzenpolitiker der SPD haben Bundespräsident Christian Wulff eindringlich aufgefordert, Klarheit über das Zustandekommen seines Privatkredits zu schaffen. Selbst ein FDP-Abgeordneter legt ihm den Rücktritt nahe.

Neue Vorwürfe gegen Wulff

Video: Neue Vorwürfe gegen Wulff

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Düsseldorf/BerlinAngesichts neuer Fragen zu seinem Hauskredit wächst der Druck auf Bundespräsident Christian Wulff. SPD und Grüne forderten ihn am Samstag auf, alle Umstände des Kredits lückenlos offenzulegen. Der Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, brachte für den Fall, dass Wulff nicht öffentlich Stellung bezieht, seinen Rücktritt ins Spiel. „Jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem das Amt und die Politik Schaden nehmen, wenn die Hängepartie andauert“, sagte Stegner Handelsblatt Online. „Das Staatsoberhaupt darf nicht im politischen Zwielicht stehen.“ Wulff müsse die neuerlichen Vorwürfe „schnell, eindeutig und vollständig“ ausräumen. „Andernfalls wird er der Diskussion um persönliche Konsequenzen nicht ausweichen können“, sagte das SPD-Präsidiumsmitglied mit Blick auf die heute erhobene Forderung des FDP-Bundestagsabgeordneten Erwin Lotter nach dem Rücktritt des Staatsoberhauptes.

Auch der SPD-Innenpolitiker Sebastian Edathy sieht Wulff in der Pflicht, Klarheit zu schaffen. „Es ist jetzt an der Zeit, dass sich das deutsche Staatsoberhaupt der deutschen Öffentlichkeit gegenüber unmissverständlich erklärt“, sagte Edathy Handelsblatt Online. „Wenn er glaubt, das sei er nicht sich selbst schuldig, ist er es allemal dem Ansehen seines Amtes gegenüber schuldig. Sollten die Vorwürfe zutreffen und der Bundespräsident trotzdem schweigen, nimmt das Ansehen des höchsten Amtes in unserer Republik Schaden.“

Edathy betonte, das Amt des Bundespräsidenten lebe von der Integrität der Person, die es bekleidet. „Niemand kann wollen, das es künftig lächerlich wird, wenn der Bundespräsident zu Anstand und Moral mahnt“, sagte das SPD-Fraktionsvorstandsmitglied. Deshalb müsse Wulff jetzt „zügig und persönlich klarstellen“, ob die neuerlichen Vorwürfe zutreffend seien oder nicht. „Das Rumeiern muss ein Ende haben“, sagte Edathy. „Dass unwidersprochen im Raum steht, Wulff habe als Ministerpräsident Niedersachsens gegen Gesetze verstoßen und den zuständigen Landtag 2010 belogen, ist ein unerträglicher Zustand.“

Kommentare (39)

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anrosgo

17.12.2011, 17:56 Uhr

Stellt euch Wulff tritt zurück und keiner würde ihn vermissen.

mmm

17.12.2011, 18:44 Uhr

Hoffentlich erspart uns Saubermann Wulf wenigstens dieses Jahr seine Weihnachtsansprache.

mmm

17.12.2011, 18:44 Uhr

Hoffentlich erspart uns Saubermann Wulf wenigstens dieses Jahr seine Weihnachtsansprache.

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